Der „gay hint“ von James Bond in „Skyfall“ hätte es fast nicht in den Film geschafft

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Die Inszenierung überpotenter (und im Rückblick oft übergriffiger) Männlichkeit waren schon immer ein zentrales Element in den Filmen über James Bond. Dabei gab es schon immer – bewusst und unbewusst – diverse „camp moments“ (die hier in einer schöne Liste zusammengefasst sind) und zahlreiche Szenen, die so überzeichnet waren, dass sie alle Geschlechter erregen könnten. Man denke nur an den Moment, in dem Daniel Craig in seinem ersten Auftrag „Casino Royale“ in dieser knappen Badebuchse lasziv dem Meer entsteigt, wie es einst die Bond Girls taten.

Seitdem die Drehbuchteams und Regisseure das konservative Männerbild hier und da aufbrechen oder ironisch angehen, ist die Qualität der Bond-Filme stetig gestiegen. Ein Meilenstein war dabei diese Szene aus Sam Mendes‘ „Skyfall“, in der Bond andeutet, dass er durchaus sexuelle Erfahrungen mit Männer erlebt haben könnte:

Nun verriet die langjährige Bond-Produzentin mit dem besten Namen Hollywoods, Barbara Brocolli, in einer Doku für Apple TV+, dass es Auseinandersetzungen um diese Szene gab. Das In „Being James Bond“ sagt sie dazu: „Ich kann mich darin erinnern, dass man uns sagte, wir sollten die Line rausschneiden. Aber wir sagten: ‚Nein, nein und nochmals nein.‘“ Eine Entscheidung, die von einem Großteil des Publikums begrüßt wurde. Brocolli sagt, dass sie schon bei der Weltpremiere belohnt wurde: „Als diese Szene kam, johlte das ganze Kino. Ich schaute den Studio Executive an und flüsterte: ‚Seht ihr, wir hatten recht.‘“ An diesem Satz erkennt man, dass die Kritik also vom Filmstudio, in diesem Fall Sony Pictures Entertainment, kam.

Nach zahlreichen pandemie-bedingten Verschiebungen, steht nun endlich auch der offizielle Kinostart fest: Am 30. September wird „James Bond – Keine Zeit zu sterben“ vom „True Detective“-Showrunner und Regisseur Cary Joji Fukunagas endlich zu sehen sein. Die Trailer machen dabei schon derbe Bock – vor allem, wenn man sie auf einer Kinoleindwand gesehen hat …


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