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Die 20 besten Filme des Jahres 2017 (bisher)

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Das Kinojahr 2017 ist bald vorbei, einige Highlights warten aber noch auf die Zuschauer. Ein guter Zeitpunkt, um auf die bisherigen Highlights zu blicken. Die Oscar-Saison und die Berlinale brachten einige bemerkenswerte Filme hervor, Superhelden begeistern mit dreckigem Look und Action-Feminismus. Dazu kommen Meisterwerke aus Südkorea, Ungarn und dem Iran.

Besonders schön: Sogar zwei deutsche Beiträge haben es in unsere Liste der bisher besten Filme des Jahres 2017 geschafft. Hakt Euren nächsten Filmabend einfach als gerettet ab und schaut Euch diese 20 Filme an. Wir wünschen viel Spaß dabei.

Die Taschendiebin

Regisseur Park Chan-Wook ist sowieso einer der besten der Welt. Seit „Oldboy“ und „Stoker“ ist er weltberühmt, seine „Taschendiebin“ ist nun etwas weniger düster. Dafür aber umso sinnlicher, erotischer und technisch brillanter. Hätte bei den Oscars eigentlich Kamera und Schnitt gewinnen müssen, war aber nichtmal nominiert. Frechheit!

Die Taschendiebin sieht vor allem beeindruckend aus.

 

Hell or High Water

Zwei Räuber ziehen durch die sandigen amerikanischen Südstaaten. Auf einer Art Robin-Hood-Streifzug gegen die Banken, die ihnen die Farm der Familie streitig machen wollen. Verfolgt werden sie von Jeff Bridges, einem bärbeißigen Cop, der die Männer dingfest machen will. Und ihre Motive trotzdem nur zu gut versteht.

Ben Foster (l.) und Chris Pine in „Hell or High Water“.

The Salesman

Der Grund, warum „Toni Erdmann“ nicht den Oscar für den besten Auslandsfilm gewonnen hat. „The Salesman“ kommt aus dem Iran und handelt von einer Vergewaltigung und deren Folgen. Vom Regisseur von „Nader & Simin“, also einem absoluten Experten in Sachen Drama.

Neruda

Pablo Neruda war Dichter und Kommunist, später sogar Nobelpreisträger für Literatur. Dieses Biopic zeigt einen Polizisten, der Neruda durch Chile folgt und ihn hinter Gittern bringen will. Wer wissen möchte, inwiefern der selbstverliebte Neruda ein ganzes Land in Atem hielt, sollte sich dieses kleine Meisterwerk nicht entgehen lassen.

Neruda

Elle

Paul Verhoevens Karriere schien lange Zeit vorbei, dabei wurde er in den 90ern für „Basic Instinct“ und „Starship Troopers“ weltweit gefeiert. Nun hat er sein spätes Kunstwerk „Elle“ abgedreht. Mit einer Isabelle Huppert, die vergewaltigt wird und mehr darüber erstaunt scheint, dass sie überhaupt über etwas erstaunt sein kann. Ein mit sehr feinem Pinsel gezeichnetes Porträt über eine außergewöhnliche Frau. Und ein verstörendes obendrein.

Moonlight

Hat „La La Land“ spektakulär den Oscar weggeschnappt. Zum Glück, denn während die Klänge des Musicals langsam nerven, wird „Moonlight“ von Barry Jenkins als einer der feinfühligsten und progressivsten Oscar-Sieger aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Ein halbes Leben, bestimmt von der Suche nach der eigenen Identität und Sexualität, erzählt in gerade mal 90 Minuten. Und jede davon ist perfekt.

Mahersala Ali gewann für seine Leistung in „Moonlight“ den Oscar für die beste Nebenrolle.

Logan

2017 ist bisher kein Jahr für Blockbuster. Reihenweise enttäuschen die großen Superhelden und Effektgewitter. James Mangold hat sich für seinen Abschluss der Wolverine-Reihe deshalb etwas Kluges überlegt: Er verzichtet auf Action-Orgien und erzählt lieber ein intimes (und sehr blutiges) Roadmovie mit Indie-Anstrich, das den Fokus auf seine Figuren und nicht auf die Comic-Vorlage legt.

Feierte Weltpremiere auf der Berlinale: „Logan“.

Die rote Schildkröte

Ein fast wortloser Film im Ghibli-Look. Ein Mann strandet auf einer Insel und möchte fliehen. Doch das Floß, das er sich bauen möchte, wird immer wieder von einer Schildkröte zerstört. Als er das Tier angreift, geschieht ein Wunder.

Life

Ein bisschen „Gravity“, ein bisschen „Alien“, dazu Stars wie Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds. „Life“ kann seine Spannung zwar nicht konstant auf hohem Niveau halten, hatte aber einige der aufregendsten Szenen des Jahres zu bieten. Da darf man sich die Handlung und Stimmung ruhig von Ridley Scott klauen.

Jake Gyllenhaal findet außerirdisches Leben.

 

Lommbock

Es darf wieder gekifft werden: Szene aus „Lommbock“.

Während „Trainspotting 2“ die Fans des ersten Teils enttäuschte, freuten sich „Lammbock“-Jünger über eine gelungene Fortsetzung mit Moritz Bleibtreu. Und ja: Wir haben gerade Trainspotting mit Lammbock verglichen, was natürlich nicht ganz passt. Was wir meinen: Der deutsche Film war eindeutig die bessere Fortsetzung im Frühling, auch wenn es etwas viel Klamauk gab.

Tiger Girl

Jakob Lass schreibt keine Drehbücher, er skizziert nur. Und lässt seine Hauptdarstellerinnen dann improvisieren. In diesem Fall: jede Menge Gewalt, Doppelmoralpredigten und Versprecher, die seinem Film trotz Kampfszenen in Berliner Straßen so authentisch machen.

Maria-Victoria Dragus (l.) und Ella Rumpf in „Tiger Girl“.

 

Get Out

Die Horror-Sensation aus den USA vereint klassische Bilder des Genres mit dem immer noch aktuellen Thema des Rassismus in den USA. Nur, um im letzten Drittel alles Gesehene und Befürchtete auf den Kopf zu stellen. Selten fußte ein Horrorfilm auf einer solch gewitzten Grundidee.

Daniel Kaluuya in „Get Out“

 

Jahrhundertfrauen

Die Filme von Mike Mills könnten nur dann noch persönlicher sein, wenn er vor einem säße und seine Lebensgeschichte direkt ins Gesicht erzählen würde. In „Beginners“ und nun auch „Jahrhundertfrauen“ kommt er dem Zuschauer so nahe, dass man seinen Atem riecht: Es ist regelrecht unangenehm, anderen Menschen so sehr auf die Pelle rücken zu dürfen. Was natürlich das ultimative Kompliment ist für einen Künstler, der sein eigenes Leben und Erleben stets zu einem allgemeingültigen Kunstwerk komprimiert.

Wonder Woman

Der erste Hit des Sommerkinos, den Kritiker und Zuschauer gleichermaßen lieben. Weil die Action gut ist und Gal Gadot als „Wonder Woman“ kein Sexsymbol in Minikleid-Rüstung, sondern eine Kriegerin mit vielen Facetten ist. Und – das hat man bei Marvel und DC lange nicht mehr gesehen – eben eine echte, selbstlose Heroine.

Gal Gadot als Wonder Woman

 

Die Verführten

Sofia Coppola („Lost in Translation“) hat in Cannes einen Regiepreis dafür gewonnen, dass sie Clint Eastwoods (als Hauptdarsteller) Drama „Betrogen“ aus den 70ern auf Links gedreht hat und nun die Frauen des Films in die Hauptrollen steckt: Kirsten Dunst, Elle Fanning und Nicole Kidman lassen sich vom Soldaten Colin Farrell an der Nase herumführen. Denkt er jedenfalls.

Baby Driver

Edgar Wright ist ja immer für ein irres Konzept zu haben. Nun hat der Regisseur ein Heist-Musical inszeniert, das Ansel Elgort zum neuen Shooting-Star und den Kinosommer ziemlich cool machte. Mehr als 70 Songs sind auf dem Soundtrack zu finden, die Action-Szenen waren genau auf den Takt geschnitten. Allein die Eröffnungsszene ist pures Kino-Gold:

Dunkirk

Das Survival-Drama von Christopher Nolan stellte – so die Kritik – die Evakuierung von Dünkirchen zwar nicht völlig akkurat dar, zeigte aber den Überlebenswillen der britischen und französischen Soldaten, die vor den anrückenden Deutschen flüchten mussten. Zu Wasser, zu Land und in der Luft beteiligen sich Streitkräfte an der gigantischen Rettungsaktion im Zweiten Weltkrieg, dazu dröhnt Hans Zimmers packender Score, der an einen Countdown erinnert und Panik auslöst.

Körper und Seele

Gewann im Februar die Berlinale und überzeugte im September beim regulären Start in Indie-Kinos. Zwei Menschen merken, dass sie verliebt ineinander sind. Weil sie jede Nacht einen gemeinsamen Traum teilen, in dem sie als Hirsche durch den Wald streifen und nach Essbarem suchen. In der Realität arbeiten sie allerdings in einem Schlachthaus, in dem dann eine humorvolle und im Finale tragische Balz stattfindet.

Es

Der Großteil aller Stephen-King-Verfilmungen ist Schrott, man schaue nur auf „Der dunkle Turm“, der 2017 kolossal floppte. „Es“ erhielt allerdings ein grandioses Remake, das weniger auf Grusel, dafür aber mehr auf die Figuren schaute, in die sich viele Zuschauer schockverliebten. Tolles Casting und Zeit zum Atmen hatte der Horror-Hit, der 2019 seine Fortsetzung bekommen wird.

The Square

Der Cannes-Sieger ist zugleich trockene Komödie und direkte Gesellschaftskritik. Der abgehobene Chef eines Museums für moderne Kunst gerät in eine Krise, die seine Toleranz, sein Umfeld und seine Männlichkeit erschüttert – alles inmitten des Rummels um ein neues Kunstprojekt. „The Square“ ist durchweg smart und witzig, mittendrin kommt allerdings die mit weitem Abstand beste Szene des Jahres auf den Zuschauer zu: Ein Künstler imitiert einen Affen und terrorisiert ein Gala-Dinner. Bis es irgendwann zur völligen Eskalation kommt.

Das sind die 15 besten Filme des Jahres 2016

Koch Films
Paramount
Piffl
DCM A24
Fox
Sony Sony
Wild Bunch/Central
Constantin Film Constantin Film
Universal
Warner
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