Familie, Freunde und Fans nahmen am Wochenende Abschied von Chester Bennington

Für etliche Fans wirkt das alles auch zwölf Tage später noch unbegreiflich: Chester Bennington ist tot, im Alter von 41 Jahren hat er sich erhängt. Nachdem Linkin Park bereits kurz nach seinem Tod ein emotionales Statement verfasst hatten, und auch seine Ehefrau, Talinda Bennington ihre Trauer in einem Interview mit dem People’s Magazine teilte, nahm die Musikwelt nun in einer privaten Zeremonie Abschied vom Linkin-Park-Sänger.

Offenbar war bei der Trauerfeier alles auf das Leben Bennigtons als Musiker ausgerichtet. Für die etwas mehr als 100 geladenen Gäste gab es  „In Memoriam“-Backstage-Pässe mit Chesters Benningtons Konterfei, gelbe Konzertbändchen für den Einlass sowie Manschettenknöpfe mit seinem Autogramm eingraviert. Die Andacht fand unter freiem Himmel im Botanischen Garten von Palos Verdes statt.

„Danke Linkin Park, danke Chester. Für alles“

Viele ehemalige Weggefährten, Kollegen, Benningtons Familie und auch die Familie seines engen Freundes Chris Cornell, der im Mai 2017 ebenfalls Selbstmord beging, waren anwesend. Austin Carlile, ehemaliges Bandmitglied von Of Mice and Men, die mit Linkin Park in der Vergangenheit tourten, fasste die Zeremonie in seine eigenen Worte: „Der Gottesdienst heute war schön. Danke, Linkin Park, danke Chester. Für alles.“

Benningtons Freunde haben ihrer Trauer bei der Beisetzung vor allem mit Musik Ausdruck verliehen. So gab es ein Drum-Kit und eine kleine Bühne, auf der viele Gäste in Gedenken an den Musiker Songs von ihm spielten. Parallel zu der Trauerfeier in Kalifornien fanden weltweit mehr als 300 Aktionen statt, bei denen auch Fans Abschied nehmen konnten. In Deutschland fanden sich etwas mehr als 150 Linkin-Park-Fans auf der Leipziger Festwiese ein und legten Blumen nieder.

Chester Bennington starb am 20. Juli 2017 im Alter von 41 Jahren, indem er sich erhängte. Er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder.

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich – auch anonym – an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11.

 


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