Genetikk: Album-Release für MDNA steht fest – Musikvideo zu „Dank God“

von

Zwar warten Fans nun schon knapp zwei Jahre auf das Album von Genetikk, allerdings werden sie immer wieder mit einzelnen Songs vertröstet. Insgesamt sind es mittlerweile acht Songs, die vor-veröffentlicht wurden. Den Anfang machte „Requiem“ im März, dann folgte „Antiassimiliert“ im April, „German Angst“ und „Patriot“ im Mai, „Vielleicht“ im Juni und „Wo ist die Message“, „Kintsugi“ sowie „Danke God“ im Juli. Mit dem letzten Track „Danke God“ ist nun auch endlich klar: MDNA kommt am Freitag, dem 13. August.

„Mama sagt, würd‘ ich nicht rappen, wär‘ ich safe schon tot“

In dem Track „Danke God“ (Beat von Sikk) rappt Kappa alias Karuzo zuerst vermeintlich über den Tod, genauer gesagt über seinen. Das Video ist in schwarz-weiß gehalten, zwischendurch sieht es so aus, als blicke man durch eine Wärmebildkamera. Immer wieder ist ein Jesuskreuz im Hintergrund zu sehen.

Wir leben schnell, Vollgas, ich hoff‘ der Tod ist slow
Und Mama sagt, würde ich nicht rappen, wär‘ ich safe schon tot
Seit den ersten Texten, sagen alle meine Stimme wär‘ special
Was du da hörst, ist nur der Schmerz wenn ich rappe.

Weiter betitelt er seinen Weg als steinig, aber bedankt sich auch, dass er es so weit geschafft hat.

Irgendwеr da oben passt seit all den Jahren auf mich auf,
Ging durch die Hölle, doch so bracht‘ ich all die Asche nachhaus‘

Ob Kappa nun tatsächlich seinen Tod damit meint, ist nicht klar. Es könnte ebenso an den Song „Requiem“ angelehnt sein, dort ist ebenfalls das Kreuz zu sehen und der Rapper disst dort heftig den derzeitigen Deutschrap. Allerdings ist das wohl etwas weit hergeholt, denn der Rapper bleibt immer in der Ich-Perspektive und lässt dabei wenig Raum zur Deutung. Falls er von sich rappt, lässt er aber dennoch durchdringen, dass er froh ist, am Leben zu sein und zeigt sich dankbar für seinen Erfolg.

Dank Gott, denn alles ist okay
Nur paar Geister, die mich jagen, deshalb leb‘ ich schnell

Insgesamt ist der Track eine willkommene Abwechslung zu dem derzeit beliebten Trap-Rap. Der Beatwechsel im zweiten Part frischt dabei den Old-School-Track auf. Die Spannung auf das Album steigt dadurch in jedem Fall.

Mit dem Album MDNA wollen Genetikk das „Emceeing“ und die „Lyrics“ wieder zurück in den Deutschrap bringen. Bisher zeigen sie starke Lines, heftige Beats und Tracks, die an die mittleren 2000er erinnern. Ursprünglich hatten Genetikk das Album MDNA für den 11. Oktober 2019 angekündigt, aber dann auf unbestimmte Zeit verschoben. Stattdessen veröffentlichten Sie OUTTA THIS WORLD am 29. November.


Masken-Eklat: Rapper GZUZ und Ex-Torwart Benedikt Pliquet fliegen aus Fußball-Stadion
Weiterlesen