ME-Helden

Zum 40. Todestag von Ian Curtis: Joy Divisions Vermächtnis

von

Am 15. Juli 1956 wurde Ian Curtis geboren und am 18. Mai 1980 nahm er sich das Leben. Seitdem ist viel geschrieben worden über Joy Division – Curtis‘ Band, die seit nunmehr über 35 Jahren die Popkultur beeinflusst. Zum 40. Todestag von Ian Curtis gibt es unsere Titelgeschichte aus der Dezember-Ausgabe 2013 in voller Länge zu lesen. Damals titelten wir: „Joy Division – Die Band ohne Zukunft lebt für immer“. Ein Satz, der heute noch genauso stimmt.


An dieser Stelle findest du Inhalte von YouTube

Um mit Inhalten von YouTube zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Socials aktivieren

me.HELDEN Joy Division: Shades Of Black

Kaum eine Band ist so klar in ihren düsteren Gesten wie Joy Division. Leid, Schmerz, Verzweiflung und Ausweglosigkeit ziehen sich durch ihr Werk von den frühen Tagen bis zu den letzten Aufnahmen. Zwei Alben reichten für ein Vermächtnis, das seit mehr als 30 Jahren die Popkultur beeinflusst.

Day in, day out. Day in, day out.

Tagaus, tagein. Tagaus, tagein. Jeder Tag. Immer gleich. Day in, day out. Das Rein, das Raus. Das Schwarz, das Weiß. Anders könne er sich Joy Division nicht vorstellen. Hat Anton Corbijn gesagt, als er gefragt wurde, warum er „Control“ in Schwarz-Weiß gedreht hat, seinen Film über das kurze Leben und schnelle Sterben von Ian Curtis, des Sängers der Band. 1979 war der Holländer Corbijn nach London gezogen, weil er sich in die Musik von Joy Division verliebt hatte. Im November lernte er die Band bei einem ihrer Konzerte kennen und schoss am nächsten Tag bei seinem ersten professionellen Shoot sein erstes Foto von ihr – das berühmte mit Joy Division in der U-Bahn-Station Lancaster Gate. Es ist schwarz-weiß. Das Schwarz, das Weiß. Der Weg, der in die Band weist.

Es fällt nicht schwer, Fotos oder Filmmitschnitte im Netz zu finden, auf denen Joy Division in Farbe zu sehen sind. Aber das sieht immer so fake aus. Falsch. Weil es nicht passen will zur Vorstellung, die man von dieser Gruppe hat, die gerade einmal zweieinhalb Jahre existierte und es mit gerade einmal zwei Alben und ein paar Singles geschafft hat, zu einer der nachhaltig einflussreichsten Musikformationen aller Zeiten zu werden. Das Schattenspiel von Finsternis und Licht hat sie definiert, ihre Musik, ihren Sound, ihr Image bestimmt. Der extreme Kontrast, Gegensätze, Konfrontation.



Wie The Red Hot Chili Peppers mit John Frusciante larger than life wurden – und es vielleicht wieder werden
Weiterlesen