„Ich bin Alkoholiker“: Robbie Williams spricht offen über seinen Gesundheitszustand

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Rund 500 Gäste versammelten sich am 23. Juli im Hôtel Le Beauvallon in St.Tropez. Im Fokus der Awareness-Veranstaltung standen Menschen mit psychischen Problemen. Robbie Williams war nicht nur Gast, er hielt auch eine Rede, in der er offen über seine mentale Gesundheit sprach.

Der sichtlich nervöse 48-Jährige hielt sich vor dem Publikum nicht zurück. „Ich habe ADHS, eine körperdysmorphe Störung, Depression, Legasthenie und Angst vor sozialen Situationen wie heute Nacht“, offenbarte Willams. Zur Info: Bei einer körperdysmorphen Störung nehmen sich Menschen als „entstellt“ war.

„Ich möchte lieber isoliert bleiben“

Robbie Williams zählte auf, unter welchen Krankheiten er außerdem leide: „Ich möchte lieber isoliert bleiben, was wirklich schlecht für mich ist. Ich leide unter Zwängen, Mikrophobie und ich bin ein Alkoholiker. Ich bin ein Süchtiger.“ Mikrophobie ist übrigens die Angst vor kleinen Dingen wie Keimen.

Williams kämpft bereits seit Beginn seiner Karriere mit Alkohol- und Drogenproblemen. 2007 ließ er sich zuletzt in ein Rehabilitationszentrum einweisen. Mittlerweile lebe er clean, die Folgen des Konsums spüre er aber bis heute. Laut der „Daily Mail“ leide er unter starken Gedächtnisverlust.

Seine Berühmtheit mache vieles schlimmer

Williams zerstörte auch den oft idealisierten Blick auf Künstler*innen während seiner Rede. „Berühmt und erfolgreich zu sein, befreit einen nicht von psychischen Problemen. Vielmehr kann es die psychischen Probleme, mit denen viele von uns zu kämpfen haben, sogar noch verschlimmern“, sagte der Brite. Im Publikum saßen unter anderem Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn, Moderatorin Sylvie Meis und der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz.


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