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ME 08/20

Mit großem 1980-Special, Joy Division, Queen, Nadine Shah und Frank Ocean: Der neue Musikexpress ist da!

von

Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

WAR 1980 DENN 80ER GENUG?

Für Menschen, die die 60 fast erreicht oder sich ihr neues Longboard gar schon aus der Rentenkasse finanziert haben, fühlt sich das vermutlich wie gestern an … Also, an diesem Gestern, da hatten wir Leute wie Stevie Nicks, Debbie Harry, Klaus Meine, Sting, Nina Hagen und diesen verhaltensauffälligen australischen Jungen mit der Schuluniform auf dem Cover dieses Magazins. Immerhin eine Quote von einer Frau auf jedem vierten Heft. Und nicht nur Rock. Also fast nicht nur. Aber irgendwie fühlt sich das nicht so richtig nach 1980, nach den 80ern an, wie wir sie heute kennen, oder?

Allerdings, wie hätten unsere Redaktionsahnen auch ahnen sollen, wie die 80er tatsächlich beschaffen sein müssen, nur wenige Wochen oder Monate weit hineingegangen in das neue Jahrzehnt – und noch voller Zellen, Melodien und sexueller Vorlieben, die im Vorgängerjahrzehnt herangebildet wurden. Man könnte also fast behaupten, wir wissen heute viel besser Bescheid darüber, was tatsächlich 80er war und was nicht an und in diesem Jahr 1980. Von diesen Analysemöglichkeiten haben wir in dieser Ausgabe reichlich Gebrauch gemacht.

Platz für Aktuelles bleibt trotzdem reichlich. Für Leute allerdings, von denen man heute schon kaum sagen kann, für welches Jahrzehnt sie eigentlich stehen. Jarvis Cocker – 90er? Haim – 70er/80er? The Streets – 00er? … In der Haut unserer Kolleg*innen von in 40 Jahren wollen wir auf jeden Fall nicht stecken.

Der Musikexpress 08/2020 – die Themen im Überblick:

1980 – Das Jahr, das alles veränderte

Mit Joy Division, Pink Floyd, Queen, „Star Wars“, Ideal, Young Marble Giants, Led Zeppelin, John Lennon, NDW und Indie-Rock, den wichtigsten Platten und dem Roland TR-808.

Joy Divison/New Order – Alles ist Zukunft

Im Mai stirbt Ian Curtis. Den Sommer verbringt der Rest von Joy Division in einer Zwischenwelt. Im Herbst entstehen New Order. Den Rhythmus dieser Metamorphose gibt das Jahr 1980 vor, Startpunkt einer Dekade, in der New Order ungeahnte Möglichkeiten nutzen und so nicht nur sich selbst ganz neue Perspektiven verschaffen: New Order sind die Popband von morgen! Und werden das fast die ganzen 80er hindurch sein. Dies ist eine Rekonstruktion der Ereignisse, mit Einordnungen von Stephen Morris, Schlagzeuger bei Joy Division und New Order.

Queen – Ready, Freddy!

Nach zehn Jahren im Geschäft bauten sich Queen zur vermeintlich perfekten Rock-Pop-Band für die 80er um – mit Funk und Synthesizer-Sounds aus dem Weltraum.

Led Zeppelin – Er fliegt nicht mehr

Im Jahr 1980 wollen Led Zeppelin endlich wieder durchstarten: Europa-Warm-up, dann die große US-Tour. Wieder mehr Rock’n’Roll, weniger Spektakel. Das Jahr endet im Desaster und mit der Auflösung der größten Rockband der 70er-Jahre. Unser Autor Chris Weiß schaute damals aus nächster Nähe zu.

„Black Lives Matter“ in Deutschland – Sechs Perspektiven für eine bessere Welt

Wir haben mit sechs Musiker*innen über das Thema Rassismus in Deutschland gesprochen: Welche Erfahrungen haben sie gemacht – in ihrer Szene, in der Öffentlichkeit, mit den Medien? Welche Hoffnungen setzen sie in die anhaltende Diskussion? Wie ließe sich unsere Gesellschaft so umbauen, dass sie endlich alle Menschen ungeachtet ihrer Hautfarbe und Herkunft akzeptiert?

Nadine Shah – Mal ein paar Gläser zerschlagen

Wenn Nadine Shah flucht, fühlt man sich sofort willkommen: In ihrem Schutzraum für wütende Frauen, in dem auf den Tisch kommt, was wehtut – ob es nun ums Kinderkriegen oder ums Älterwerden geht. Ihr neues Album KITCHEN SINK ist dunkel, voller Spannung und Abgründigkeit – und manchmal sehr lustig.

Jarvis Cocker: „Britpop musste vernichtet werden“

Anfang März trafen wir den extravaganten Ex-Sänger von Pulp zum Interview in Paris. Corona war da noch ein Hintergrundgeräusch und abgesehen von einer flüchtigen Erwähnung seines Desinfektionsmittels sprachen wir kaum darüber. Doch dann kam bekanntlich alles ganz anders, und wir sollten uns Wochen später deshalb auch noch ein weiteres Mal mit Jarvis Cocker zum Gespräch verabreden.

The Streets: „Ich hatte meine alten Songs vergessen – das war unheimlich“

Nach fünf Alben mit The Streets hatte UK-Rap-Reformer Mike Skinner uns nichts mehr zu sagen. Er entschied sich deshalb für ein Leben hinter den Plattendecks. Und hinter der Kamera. Doch vom Geschichtenerzählen kommt Skinner einfach nicht los. Und weil sein anstehender Film eine Art Musical werden soll, führte sein Weg schließlich auch zurück zu The Streets und zu einem neuen Mixtape. Ein Gespräch über Comebacks, die wichtigen Details guter Storys und Künstler, die nicht so recht wissen, wo ihr Platz ist.

ME-Held: Frank Ocean – Fliegen mit Frank

Mit Frank Ocean fiel die Festung des männlich-heterosexuell dominierten HipHop. Mit nur zwei introspektiven R’n’B-Alben formte er die Gestalt der vergangenen Pop-Dekade. Der begabteste und rätselhafteste Songwriter der Gegenwart tanzt seinen Tanz durch den hyperaktiven, abstrakten Gedankenstrom wie einen Steh-Blues. Und eine ganze Generation lehnt schluchzend an seiner Schulter.

Außerdem im Heft:

  • Selbstauslöser: Jehnny Beth
  • Blind Date mit Haiyti
  • Themeninterview: Haim über das Wiederaufstehen
  • Radar:  Oliver Tree, Fuse Box City, The Aces, Herizen & Joe Hertz
  • 10 Fakten über Suzi Quatro
  • CD-Beilage mit Joy Division, D.A.F., The Monochrome Set, Young Marble Giants, Palais Schaumburg, Eyeless In Gaza, A Certain Ratio und Der Plan
  • uvm.

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