Pete Townshend: „The Who haben Heavy Metal erfunden“

Wenn man Gitarrist Pete Townshend glauben darf, waren The Who „irgendwie“ für die Erfindung des Heavy Metals verantwortlich. Das erklärte der Musiker nun in einem Interview mit der „Toronto Sun“.

Nachdem ihn ein Reporter darauf hingewiesen hatte, dass das aktuelle Album der Band „nicht den klassischen wilden Rocksound“ vergangener Platten habe, entgegnete Townshend: „Es klingt nicht wie The Who in den früheren Heavy-Metal-Jahren, ja. Wir haben Heavy Metal mit LIVE AT LEEDS irgendwie erfunden.“

Danach seien sie von zahlreichen Bands kopiert worden, darunter auch die Musiklegenden Led Zeppelin. Andere Musiker hätten die Mischung aus „heavy drums, heavy bass, heavy lead guitar “ wiederum perfektioniert, so beispielsweise Jimi Hendrix, „der das viel besser gemacht“ habe als The Who selbst.

Cream, mit Eric Clapton und Jack Bruce und Ginger Baker, auch sie sind ca. um 1967 gemeinsam mit Jimi Hendrix aufgetaucht und haben auf eine gewisse Weise unseren Stil geklaut“, so Townshend. Wenn Who-Fans bei der aktuellen Platte der raue Sound fehle, könnten sie sich also jederzeit ein Album späterer Heavy-Metal-Bands zu Gemüte führen, davon gebe es inzwischen ja so einige.

Darüber, ob es sich bei Townshends Behauptung um die Wahrheit handelt, lässt sich debattieren. Immerhin wurde das von ihm erwähnte Live-Album LIVE AT LEEDS am 14. Februar 1970 aufgenommen und damit einen Tag, nachdem Black Sabbaths selbstbetiteltes Debütalbum erschien, das häufig als das erste Heavy-Metal-Album aller Zeiten bezeichnet wird.

Am 06. Dezember veröffentlichten The Who ihr neues Album WHO und damit das erste neue Material seit der 2006 erschienenen Platte ENDLESS WIRE. Anfang des Monats wurden die Musiker außerdem als erste Band überhaupt auf dem neuen „Music Walk of Fame“ in London für ihre Karriere geehrt.

WHO im Stream hören:

 


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