Jorja Smith  Lost & Found 


FAMM/The Orchard 

von

Bei Erscheinen ihres ersten Albums ist die gerade 21 gewordene Britin schon ein Star: 2017 holte Rapper Drake die Sängerin über den Atlantik und auf sein (auch sonst von vielen UK-Gästen bevölkertes) MORE LIFE, in diesem Jahr sang sie auf Kali Uchis’ Debütplatte. In beiden Fällen wurde die schöne, lässige Britishness, die ihre Musik sonst ausmacht, aber zugunsten globalen Hitpotenzials von transatlantischen Pop-Trends überlagert.

LOST & FOUND dagegen klingt wieder klar nach ihren Wurzeln: In den Produktionen hört man knisternden TripHop, HipHop-Beats, Northern Soul und ferne Spuren von 2 Step. Der simple, angenehm runtergekochte Untergrund kommt der Hauptattraktion zugute: Jorja Smiths unglaublich wohltuende, warme, samtige Stimme. Die Stimme eines zukünftigen Soul-Stars vielleicht, betörend und streetwise zugleich, manchmal hochgeschraubt zum klassischen So­pran, dann wieder sprechsingend und von Dancehall-artiger Coolness. Da steckt viel Liebe drin. Und Schmerz. Vielleicht sogar eine heilende Wirkung.  

https://www.youtube.com/watch?v=EG7Lzy0hFlA


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