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„Sesamstraße“: Neue Muppets-Puppen setzen Zeichen gegen Rassismus

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Die international ausgestrahlte „Sesamstraße“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder verstärkt über Rassismus aufzuklären. Deshalb führen sie nun zwei neue Muppets ein. Die beiden neuen Charaktere sind Vater Elijah und sein fünfjähriger Sohn Wes.

Am Dienstag (24. März 2021) wurden in den USA bereits erste Clips der beiden veröffentlicht. Darin erklären Elijah und Wes der bereits bestehenden Figur Elmo, dass die Hautfarbe eines jeden Menschen von Melanin-Pigmenten abhängig ist.

„Sesamstraße“ erklärt Rassismus (Video)

In dem Video fragt Elmo Wes, wieso seine Haut denn braun ist. Daraufhin antwortet er: „Ich weiß, warum, Elmo! Meine Eltern haben mir gesagt, dass es an Melanin liegt, oder?“ Sein Vater Elijah bestätigt seine Aussage nachfolgend. Weiter führt Elijah aus, dass es verschiedene Hauttöne gibt und dass die Diversität wichtig und in Ordnung ist: „Die Farbe unserer Haut ist ein wichtiger Teil von dem, was wir sind. Aber wir sollten alle wissen, dass es in Ordnung ist, dass wir alle auf so viele Arten unterschiedlich aussehen.“

Die „Sesamstraße“ will für das Thema Rassismus sensibilisieren

Hinter der Einführung der beiden neuen Figuren steht die gemeinnützige Organisation „Sesame Workshop“. Deren Vizepräsidentin, Kay Wilson Stallings, erklärt: „Die Arbeit zum Abbau von Rassismus beginnt damit, dass wir Kindern helfen zu verstehen, was Rassismus ist und wie er Menschen verletzt und beeinflusst.“

Rocio Galarza, die im Bereich Social Impact der Organisation steht, erzählte in der ABC-Sendung „Good Morning America“, dass dieses Projekt so auch schwierige Fragen kindergerecht erklären und Kompetenzen im Umgang mit Rassismus vermitteln soll. So sollen auch Begriffe wie beispielsweise „race“ (übersetzt: Ethnie) erklärt werden. Der Clip ist Teil einer neuen Serie, die Familien helfen soll, offene Gespräche mit ihren Kindern führen zu können.

Berühmte Gastauftritte

In der Vergangenheit tauchte aus ähnlichen Gründen – und weil sich die „Sesamstraße“ als Bildungsprogramm versteht – ein autistisches Muppet auf. Es sollte Zuschauer*innen erklären, was eine Entwicklungsstörung ist und den toleranten Umgang damit lehren. Außerdem ehrten auch berühmte Musiker*innen die Show. So hatte beispielsweise Sia einen Gastauftritt in der „Sesamstraße“, genauso wie Johnny Cash und R.E.M..

Die US-Puppen-Serie läuft seit 1969 und wird vor allem für Kinder im Vorschulalter produziert. Sie ist in über 150 Ländern zu sehen. Im Deutschen Fernsehen wurde die „Sesamstraße“ im Jahr 1973 das erste Mal ausgestrahlt.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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