„Star Wars: Die letzten Jedi“ Filmcheck: Story, Darsteller, beste und schlechteste Momente

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Am 14. Dezember startet mit „Die letzten Jedi“ die achte Episode der „Star Wars“-Reihe. Die Vorfreude der Fans könnte kaum größer sein, immerhin endete „Das Erwachen der Macht“ 2015 mit einem Cliffhanger, Rey (Daisy Ridley) stand in der letzten Szene dem verschollenen Jedi Luke Skywalker (Mark Hamill) gegenüber und reichte ihm das blaue Lichtschwert. Nun geht die Saga in das nächste Kapitel – und wird viele Fans wohl leider enttäuschen.

Wir machen den Schnellcheck zu „Die letzten Jedi“ von Regisseur Rian Johnson.

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Die Story

Fühlt sich etwas erzwungen an. Rey beginnt ein Training bei Luke Skywalker und stellt plötzlich fest, dass sie mit dem Schurken Kylo Ren (Adam Driver) via „Macht“ verbunden ist. Ein erneutes Treffen der Nachwuchs-Jedi steht bevor, während Leia (Carrie Fisher) und der Rest der Resistance im Weltall von Snoke (Andy Serkis) verfolgt wird. Irgendwann stecken die Widersacher der bösen „Ersten Ordnung“ in der Falle. Wirklich viel passiert in „Die letzten Jedi“ nicht, Kylo Ren und Rey durchlaufen aber einige interessante Wendungen.

Welcher Schauspieler kann glänzen?

Mark Hamill liefert zwar eine solide Performance als Einsiedler, Luke Skywalker vermag man aber nicht direkt in ihm zu sehen. Harrison Ford machte in „Das Erwachen der Macht“ einen besseren Job, als er nach wenigen Sekunden klarstellte, dass Han Solo zurück ist. Skywalker wirkt in „Die letzten Jedi“ wie eine komplett neue Figur, was aber keineswegs negativ sein muss. Die interessanteste Entwicklung macht derweil Oscar Isaacs Poe Dameron durch. Der Pilot lernt an Leias Seite, dass Heldentum nicht immer die klügste Lösung ist und reift zu einer neuen Führungspersönlichkeit der Resistance.

Snoke

Snoke als Hologramm

Der Schurke wurde in „Das Erwachen der Macht“ nur als Hologramm gezeigt, nun tritt er in seinem Thronsaal auf – und enttäuscht. Solltet Ihr auf Antworten zu seiner Person oder Herkunft hoffen, werdet Ihr bitter enttäuscht.

Die Porgs

Gestatten: Ein Porg

Die Porgs sind kleine Vogelwesen, die nur einen einzigen Zweck haben: Spielzeug an Kinder zu verkaufen. Sie sehen süß aus, tragen aber überhaupt nichts zum Film bei. Außer die Zuschauer daran zu erinnern, dass „Star Wars“ mittlerweile ein Disney-Produkt ist.

Ist der Film eine „Imperium“-Kopie?

Nein, zum Glück nicht. Während „Das Erwachen der Macht“ sich komplett an „Eine neue Hoffnung“ orientiert hat, entwickelt Rian Johnson mit „Die letzten Jedi“ sein eigenes Story-Gerüst. Zwar erinnern einige Sequenzen und Designs an „Das Imperium schlägt zurück“, so schlimm wie im Vorgänger ist es allerdings nicht. Beschämend ist nur ein ganz bestimmter Gastauftritt, den wir an dieser Stelle aber nicht verraten.

Humor

Für die eigentlich düstere Handlung steckt erstaunlich viel Witz im neuen „Star Wars“. Nicht nur Finn darf rumblödeln, auch die Jedi bekommen gute Gags geschrieben, auch wenn nicht immer in passenden Situationen.

Beste Szene

Ein Raumschiff springt in den Hyperraum und zerfetzt dabei ein noch viel größeres Raumschiff, es entstehen atemberaubende Bilder. Generell sind die Weltraumschlachten die Highlights in „Die letzten Jedi“.

Schlechteste Szene

Die „Praetorian Guards“

Ein Kampf gegen Space-Samurai, die verschiedene Waffen haben, mit denen sie gegen Lichtschwerter bestehen können. In diesem Moment verliert sich Regisseur Rian Johnson im Videospiel-Modus, auch im großen Finale verstört er mit einem völlig unpassenden Moment, der eher an „Matrix“ statt an „Star Wars“ erinnert. Unangenehm.

Special Effects

Sind überragend, einige Shots aus dem Film könnte man sich als Gemälde an die Wand hängen. Interessant ist vor allem eine Szene auf einem Casino-Planeten, in der wahrscheinlich etliche Easter Eggs und Cameos versteckt sind.

Wird Carrie Fisher würdig verabschiedet?

Carrie Fisher

Wer auf den großen, emotionalen Abschied hofft, der wird enttäuscht sein. Andererseits ist es gut, dass Lucasfilm sich nicht auf Ach und Krach einen Twist ausdenkt, um Carrie Fisher auf der Leinwand zu beerdigen. Hier hat der Film alles richtig gemacht, nutzt den realen Tod der Darstellerin nicht aus.

Ist der Film gut?

Nur in wenigen Momenten, größtenteils ist „Die letzten Jedi“ schlichtweg uninteressant. Optisch liefert Rian Johnson zwar tolle Welten, die Handlung ist aber viel zu dünn und uninteressant. Vorfreude auf Episode 9 (kommt 2019) entsteht zumindest nicht.

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Nun ist klar, warum sich Luke Skywalker auf einem entlegenen Planeten versteckt hat: Weil das Weltall mit seinen neuen Schurken und Helden keine guten Geschichten mehr bietet. Zumindest nicht im aktuellen Eintrag der „Star Wars“-Reihe.auf Musikexpress ansehen

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Lucasfilm Ltd.
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