The Clash – The Clash


Es war die thematische Blaupause der großen Inhalte des Punk: Rassismus, Kulturimperialismus, Klassenkampf, Hoffnungslosigkeit, Teenage Angst. Als eines der ersten Alben des Punk-Jahrgangs 1977 (erschienen im April) feierte das Debüt von The Clash die Repolitisierung von Pop im großen wie im Kleinen, war aber auch Zeugnis für die frühe stilistische Vielfalt innerhalb eines Genres, dem gerne Eindimensionalitat unterstellt wird. Auf der Grundlage von archaischem Rock’n’Roll, derauf das Wesentliche reduziert ist, verkündeten The Clash nicht nur die reine Lehre („White Riot“, „I’m So Bored With The USA“), sondern integrierten Ska („Hate And War“), Reggae („Police And Thieves“ von Junior Murvin und Lee „Scratch“ Perry) und auf Punk hochgerechneten Pop („48 Hours“). Von der Überführung von Punk in Rock sollten The Clash zwei Jahre später mit LONDON CALLING erzählen.

ME 8/1977:

Der Soundtrack (…) der Großstadt kann nur so klingen (…): messerscharf, knallhart (…) mit Wut im Bauch.