Romy Madley Croft von The xx: „Lesbische Akustikmusik ist ein Stereotyp“

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Romy Madley Crofts Solo-Debüt ist ein Liebesbrief an Queer-Clubbing und die 2000er Euro-Dance-Jahre, als Sänger*innen schwarze Klamotten und triste Stimmung gegen Euphorie eintauschten. Im Interview mit „The Guardian“ offenbart die 31-Jährige, warum es eine Weile brauchte, bis sie es wirklich genießen konnte, auf der Bühne zu stehen.

Als sie ihr Coming-Out hatte, war die damals 15-Jährige Romy sehr dankbar, dass ihr Vater kein Fass aufmachte. Als es jedoch soweit war, das erste Album ihrer Indiepop-Band zu veröffentlichen, fühlte sie sich mit 20 nicht breit dazu, ihre Sexualität öffentlich zu machen. Schon als Teenager hatte sie den Wunsch, Popmusik für queere Frauen zu erschaffen. „Ich habe mich nach lesbischen Liebeslieder umgesehen, mit denen ich mich identifizieren könnte, doch ich fand keine Pop-Dance-Musik. Lesbische Akustikmusik ist ein Stereotyp“, sagt Croft.

Ihr Album beinhaltet aktuell 17 neue Songs und soll 2021 auf den Markt kommen. Der Fokus des Albums liege auf Romantik, gibt sie im Interview schmunzelnd zu. Mit ihrem Bandkollegen Oliver habe sie oft über die Liebe geredet. Gemeinsam kamen sie zu dem Schluss: „That’s my default theme.“

Wenn Croft an neue Musik von The xx denkt, schwebt ihr etwas Verspielteres vor. Dieser Gedanke käme wohl daher, dass sie alle älter und ein wenig selbstsicherer geworden sein, sagt sie und grinst dabei. „The next xx album is Technicolor, rainbows everywhere!“

Nachdem The xx 2017 ihr drittes Album I SEE YOU veröffentlichten, gab die Band im vergangenen Jahr bekannt, dass sie sich an ihrem vierten Studioalbum versuchen würden. Danach wurde es ruhiger um sie. The xx gründeten sich 2005 und haben mit ihren bisherigen drei Alben XX, COEXIST und I SEE YOU mehrfach Gold und Platin-Status erzielt.


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