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Village People wollen nicht mehr, dass ihre Songs bei Trump-Kundgebungen laufen

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Die Disco-Band Village People hat den US-Präsidenten Donald Trump gebeten, ihre Musik bei Kundgebungen nicht mehr zu verwenden, nachdem er gedroht hatte, Demonstrant*innen zu erschießen. Anfang dieser Woche veröffentlichte Village-People-Frontmann Victor Willis ein Statement via Facebook, in dem er erklärte, die jüngsten Äußerungen des Präsidenten hätten ihn an seine Grenzen gebracht und er würde Trump bitten, keinen seiner Songs mehr öffentlich zu spielen – ganz speziell nicht mehr die legendären Schwulenhymnen „Y.M.C.A.“ und „Macho Man“.

So schrieb Willis in seiner Erklärung: „Wenn Trump dem US-Militär befiehlt, auf seine eigenen Bürger (auf US-Boden) zu schießen, werden sich die Amerikaner außerhalb des Weißen Hauses in solcher Zahl erheben, dass er vor der Wahl aus dem Amt gedrängt werden könnte. Tun Sie das nicht, Mr. President!“ Er fügte hinzu: „Und ich bitte Sie, bei Ihren Kundgebungen keine Musik mehr von mir zu verwenden – besonders „Y.M.C.A.“ und „Macho Man“. Es tut mir leid, aber ich kann nicht länger wegschauen.“

Noch im Februar sagte der 68-jährige Musiker, es sei für ihn in Ordnung, dass Trump bei öffentlichen Auftritten Songs der Village People spiele, da sie „nicht für eine bestimmte Befürwortung verwendet werden“ und es somit „vollkommen legal“ sei. Es scheint so als habe Trumps radikale Haltung gegenüber den Protestlern, die aufgrund des tragischen Todes von George Floyd durch Polizeigewalt in allen Staaten der USA auf die Straße gehen, Willis‘ Meinung nachhaltig geändert.

Er ist längst nicht der einzige Prominente, der Stellung bezieht: In der vergangenen Woche wandten sich Stars wie Beyoncé, Rihanna, Lady Gaga und Taylor Swift an ihre Fans, um für den Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt aufzurufen. US-Rappy Jay-Z telefonierte mit dem Gouverneur von Minnesota, um George Floyds Mörder zur Rechtschaffung zu ziehen und es wurde öffentlich gemacht, dass Kanye West die Anwaltskosten der Familien von Ahmaud Arbery und Breonna Taylor übernehmen würde, die wie Floyd Opfer von Polizeigewalt wurden.



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