Highlight: Woodstock-Festival mal anders: Drei Tage Yoga, Wald und Frieden

„Woodstock 50“: Festival-Revival wird endgültig abgesagt

Weniger als einen Monat, bevor das Festival-Revival „Woodstock 50“ stattfinden sollte, wurde nun offiziell sein Aus verkündet.

Michael Lang, Mitgründer des ursprünglichen dreitägigen Events, hatte nach immensen Problemen bei der Location-Findung zuletzt versucht, das Festival nach Maryland zu verlegen. Nachdem schließlich auch dieses Vorhaben gescheitert war, hat man sich nun offensichtlich dazu entschieden, die Planung komplett auf Eis zu legen.

Zuvor hatten die Organisatoren sowohl für die von ihnen angefragten Veranstaltungsorte in Watkins Glen als auch in Vernon, New York wegen Sicherheitsbedenken kurzfristig Absagen erhalten.

„Wir sind zutiefst betrübt darüber, dass diese Reihe unvorhersehbarer Ereignisse dazu geführt hat, dass es uns unmöglich ist, ein Ereignis auf die Beine zu stellen, das unseren Hoffnungen und Wünschen gerecht werden würde“, so Lang.

Alle zuvor gesicherten musikalischen Acts seien inzwischen aus ihren bereits unterschriebenen Verträgen entlassen worden. Man habe gehofft, einige von ihnen würden auf freiwilliger Basis an einem geplanten kleineren Event für einen guten Zweck in Maryland teilnehmen. Doch auch dieser Wunsch blieb ihnen verwehrt.

Greg Peck, Präsident von „Woodstock 50“, beschuldigte die PR-Agentur Dentsu Aegis Network, an der Misere schuld zu sein. Der ehemalige Financier des Festivals hatte bereits Ende April verkündet, die Veranstaltung werde abgesagt, wozu er Peck zufolge „absolut kein Recht“ gehabt habe. Dentsu Aegis hatte damals argumentiert, dass Lang und Co. ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen seien und somit, wie im Vorfeld vertraglich vereinbart, die Kontrollgewalt an die Agentur übergeben hätten.

Die daraus resultierenden legalen sowie finanziellen Komplikationen hätten die  „Woodstock 50“-Veranstalter während einer kritischen Phase vom Weg abgebracht und dazu gezwungen, einen neuen Veranstaltungsort finden zu müssen, so Peck. Leider sei die Zeit dafür nun abgelaufen.

Ursprünglich sollte das Revival des legendären Festivals aus dem Jahr 1969 vom 16. bis 18. August stattfinden. Das Line-up sollte eine bunte Mischung aus Künstlern, die bereits beim Ursprungsevent dabei waren, sowie aus aktuellen Acts darstellen. Zu den verpflichteten Musikern zählten unter anderem The Killers, Miley Cyrus, Santana, Dead and Company, Chance the Rapper, Jay-Z und Imagine Dragons.

Immerhin soll Woodstock-Veteran John Fogerty gemeinsam mit Arlo Guthrie und Carlos Santana am 18. August im Kulturzentrum Bethel Woods auftreten. Dieses befindet sich in der Nähe des Ackers, auf dem das legendäre Festival vor 50 Jahren zum ersten (und vorerst letzten) Mal stattfand.


Lollapalooza soll in München aufschlagen: Superbloom
Weiterlesen