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🔥Xavier Naidoo im Interview: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“

Xavier Naidoo: RTL distanziert sich – Jury-Rauswurf bei „Deutschland sucht den Superstar“

Diese Erklärung war RTL offenbar nicht ausreichend. Der Sender gab sich „massiv irritiert“, die Livesendung am kommenden Samstag findet ohne Naidoo statt. In der aktuellen 17. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ saßen bisher neben Dieter Bohlen Xavier Naidoo, Pietro Lombardi und Oana Nechiti.

Naidoos Chronologie der Irritationen

Es nicht das erste Mal, dass Xavier Naidoo mit ausländerfeindlichem und rechtspopulistischem Gedankengut auffällt: Im Oktober 2019 bestätigte das Oberlandesgericht Nürnberg das Urteil des Landgerichts Regensburg, dass Naidoo nicht „Antisemit“ genannt werden dürfe. Eine Referent der Amadeu Antonio Stiftung hatte zwei Jahre zuvor auf einem Podium gesagt, Naidoo sei Antisemit, das sei „strukturell nachweisbar“. Naidoo ging rechtlich dagegen vor. Die Begründung der Bestätigung: Die Referentin habe nicht nachweisen können, dass der Nicht-Antisemit Naidoo „in seinem ganzen Tun und Denken als Antisemit einzustufen ist“. Die Einschätzung der Stiftungsmitarbeiterin sei deshalb eine Meinungsäußerung, die in diesem Fall nicht höher zu bewerten ist als Naidoos Persönlichkeitsrechte.

Vorwürfe wie diese gegenüber Xavier Naidoo sind nicht neu: 2015 entschieden ARD und NDR, dass der kommerziell sehr erfolgreiche Sänger für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2016 antreten solle – und zogen diese Wildcard zurück, nachdem sich heftiger Widerstand gegen diese Entscheidung in der Öffentlichkeit regte. Naidoo hält Deutschland nämlich offenkundig für besetzt, unsouverän und von höheren Mächten gesteuert. Im ARD-Morgenmagazin etwa sagte er 2011, Deutschland sei kein freies Land und immer noch von den Alliierten besetzt, einen Friedensvertrag habe es nie gegeben. 2014 trat er auf Kundgebungen und Montagsdemos selbsternannter Reichsbürger auf, im gleichen Jahr gewann er für all seine Verschwörungstheorien gar ein „Goldenes Brett“. Die Popakademie in seiner Heimatstadt Mannheim distanzierte sich von Naidoo, er selbst ließ unter anderem mitteilen, er sei auf einer der besagten Kundgebungen „nur zufällig mit dem Fahrrad vorbeigefahren“.

Auch mit dem Song „Marionetten“ seiner Band Söhne Mannheims sorgte er 2017 für Schlagzeilen: Darin unterstrich Naidoo seine Weltanschauung, die er mutmaßlich mit so vielen Wutbürgern dieses Landes teilt. Er sang von Tatsachenverdrehern, dem Vergehen an Unschuldigen, Volksverrätern statt Volksvertretern, gesteuert von Puppenspielern. Wer diese Puppenspieler sein sollen – Merkel, Obama, Reptiloiden? – sagte er nicht. Aber die Söhne Mannheims drohen indirekt damit, dass „der wütende Bauer mit der Forke dafür sorgt, dass Ihr einsichtig seid.“ Nach erwartbarer heftiger medialer Kritik und Krisengesprächen mit der Stadt Mannheim äußerte Naidoo sich zur hausgemachten Kontroverse.



Aluhut statt Maske: Sido ist jetzt auch Verschwörungstheoretiker – und entschuldigt Xavier Naidoo
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