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Zwischen Kunstfreiheit und Knast: Digga D veröffentlicht neues Mixtape MADE IN THE PYREX

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Mit seinem neuen Mixtape MADE IN THE PYREX liefert der UK-Drill-Rapper Digga D eines der ersten Musikprojekte, dessen Entstehung und Schaffensprozess maßgeblich durch richterliche Beschlüsse beeinflusst und kontrolliert wurde.

Musik als Indiz für ausschweifende Gewalttaten in London

2020 wurde Digga D aus der Haft entlassen, nachdem er ein Jahr zuvor wegen einer bewaffneten Auseinandersetzung mit weiteren Mitgliedern der 1011-Gang verhaftet wurde. Damals galten seine Gruppierung sowie ihre teilweisen extremen Texte für die britische Justiz als einer der Hauptgründe der weiter ausschweifenden und höchst gewalttätigen Straftaten in der Hauptstadt Großbritanniens. Nicht selten wurden in den Songs und Musikvideos vergangene Gewalttaten, Drohungen und Mordfantasien lebensecht thematisiert.

UK-Drill auf Bewährung

Nachdem er wieder auf freiem Fuß ist, ändert sich einiges für den aufsteigenden Drill-Rapper. In den nächsten fünf Jahren darf er nämlich nur noch unter strengen Bewährungsauflagen und dem sogenannten „criminal behaviour order“ Musik veröffentlichen. Da das Gericht weiterhin vermutet, dass die Songs des 20-jährigen Rappers zu Gewalttaten aufrufen könnten, werden sämtliche Videos, Tracks und öffentliche Auftritte den Behörden vorab zur Überprüfung vorgelegt.

Digga D als Symbol der Kunstfreiheit

Während solche Einschränkungen selbstverständlich direkten Einfluss auf den kreativen Schaffensprozess, aber auch das Privatleben ausüben, sorgen die Auflagen auch für massive Aufmerksamkeit, die dem jungen Künstler sicherlich zugutekommt. Mit der Veröffentlichung seines neuen Mixtapes MADE IN THE PYREX, sowie dem Musikvideo zu „Bluuwuu“ setzt er ein klares Zeichen für die Kunstfreiheit und geht zugleich in die musikalischen Geschichtsbücher ein – wenn auch aus einem fragwürdigen Grund.

Wie sich Drill-Musik auf Bewährung anhört, könnt Ihr hier erfahren:

Hier der Album-Stream:


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