Academy-Shortlist: „Ich bin dein Mensch“ deutscher Oscar-Anwärter

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Im Rennen um die Oscar-Nominierungen dürfen sich gleich mehrere Filme mit deutscher Beteiligung nun berechtigte Hoffnungen machen. So schaffte es unter anderem Maria Schraders futuristische Tragikkomödie „Ich bin dein Mensch“ auf die Shortlist „International Feature Film“, die insgesamt 15 internationale Produktionen umfasst.

Einige internationale Hochkaräter mit dabei

Die Shortlists wurden am Dienstag, den 21. Dezember 2021 von der Academy im kalifornischen Beverly Hills mitgeteilt. Neben Schraders Film befinden sich noch Gerd Nefzer, Experte für Spezialeffekte und ein Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg auf den Listen. Einmal mehr taucht dort auch der Name von Star-Komponist Hans Zimmer auf.

Auf der Shortlist für internationale Filme finden sich einige hochkarätige Produktionen. Darunter „Große Freiheit“ aus Österreich, „A Hero“ aus dem Iran, „Drive my Car“ aus Japan sowie „The Hand of God“ aus Italien.

Offizielles Filmposter zu „Ich bin dein Mensch“.

Im deutschen Beitrag „Ich bin dein Mensch“ geht es um eine Wissenschaftlerin (gespielt von Maren Eggert), die einen humanoiden Roboter (gespielt von Dan Stevens) als Partner testen soll. Mitte September war der Film von der deutschen Auslandsvertretung des deutschen Films ins Oscar-Rennen geschickt worden. Der Film feiert am 22. Dezember 2021 um 20:15 Uhr im Ersten Free-TV-Premiere und ist bereits seit einiger Zeit online in der ARD-Mediathek abrufbar.

Letztjährige Oscar-Endrunde ohne deutsche Beteiligung

Im vergangenen Jahr schaffte es kein deutscher Film in die Endauswahl unter die Nominierten. „Und morgen die ganze Welt“ von Regisseurin Julia von Heinz scheiterte bereits in der Vorrunde. Der dänische Film „Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen in der Hauptrolle als Lehrer, der dem Alkoholismus verfällt, gewann schließlich in der Kategorie „International Feature Film“. Regie führte Thomas Vinterberg. Den bisher letzten deutschen Academy-Award als bester ausländischer Film holte Florian Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen“ im Jahr 2007.

Gute Chancen werden erneut Star-Komponist Hans Zimmer eingeräumt. Der gebürtige Frankfurter wurde gleich doppelt auf Shortlists gesetzt. Er lieferte den Soundtrack zum Sci-Fi Epos „Dune“ und zum neuen Bond-Streifen „Keine Zeit zu Sterben“. Zuletzt nominiert war Zimmer 2018 für Christopher Nolans „Dunkirk“. Gewinnen konnte er den Oscar bereits 1995 für den Soundtrack zu „König der Löwen“.

Mit Gerd Nefzer ist ein weiterer deutscher Filmschaffender an „Dune“ beteiligt gewesen. Nun steht er für seine Spezialeffekte ebenfalls auf einer der Shortlists. Bereits 2018 räumte der gebürtige Schwabe für die Spezialeffekte von „Blade Runner 2049“ ab und gewann die Trophäe.

Oscar-Nominierungen werden am 8. Februar 2022 verkündet

Mit dem jordanischen Regisseur Murad Abu Eisheh kann sich derweil ein Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg berechtigte Hoffnungen machen, in die Endrunde zu gelangen. Sein Live-Action-Kurzfilm „Tala’vision“ ist einer von 15 Kurzfilmen, die es in die nähere Auswahl geschafft haben. Angesichts der 145 Kurzfilme, die zur Auswahl standen, bereits eine beachtliche Leistung. Sein dreißigminütiger Film erzählt vom Leben der achtjährigen Tala im vom Krieg zerrütteten Syrien.

Die Preisverleihung der 94. Academy Awards soll am 27. März 2022 in Hollywood stattfinden. Die endgültigen Nominierungen werden am 8. Februar 2022 verkündet.

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