Amy Winehouse: Hologramm-Tour kommt 2019

Sieben Jahre ist es her, dass die britische Ausnahmekünstlerin Amy Winehouse an einer Alkoholvergiftung verstarb. Sie war zum Zeitpunkt ihres Todes 27 Jahre alt und ist damit ein weiteres Mitglied im Klub der auffällig vielen Stars, die mit 27 ihr Leben verlieren.

Ihr Ableben war tragisch, auch weil es nicht überraschend gekommen ist. Amy Winehouse war eine perfide und schlußendlich explosive Mischung aus jemandem, der vor Ideen sprühte, witzig, schlagfertig, intelligent und gruselig talentiert war, aber eben aber auch hilflos, selbstzerstörerisch, und krank. Ihre besten Lyrics lesen sich wie ein nicht enden wollender Loop aus Drogen, Alkohol und den falschen Männern.

Jetzt soll Amy Winehouse als Hologramm für eine Ende 2019 stattfindende Tour wiederauferstehen. Neben ihrem Hologramm werden eine reale Band und Background-Sänger aus Fleisch und Blut performen. Gespielt werden sollen „digital remasterte“ Versionen von Winehouse populärsten Hits, wie „Back to Black“ und „Rehab“.

Was erstmal klingt wie ein makabrer Scherz oder ein Gedankenspiel à la „Black Mirror“ ist dabei gar nichts so ungewöhnlich. Den Anfang des „Auferstehungs-Booms“ machte das 2012 „ins Leben gerufene“ Hologramm des 1996 verstorbenen Rappers Tupac Shakur. Funfact: Der absolut inoffizielle Twitter-Account des Hologramms hat, selbst jetzt noch, über 15.000 Follower.

„Es ist ein Traum für uns“, wird Amys Vater, Mitch Winehouse, vom „Rolling Stone“ zitiert. Sie wieder auf der Bühne auftreten zu sehen, sei etwas Besonderes, das man nicht in Worte fassen könne. „Die Musik unserer Tochter hat das Leben von Millionen Menschen berührt“, sagt Winehouse, der auch anmerkt, dass es ihm alles bedeute, „ihr Vermächtnis auf diese innovative und bahnbrechende Weise“ fortzusetzen. Immerhin: Das eingenommene Geld soll der Amy Winehouse Foundation zugute kommen, die es sich zum Ziel gemacht hat, Jugendliche mit Drogenproblemen zu unterstützen.

Tickets sind bisher noch nicht erhältlich, Updates gibt es hier .

Wem das alles etwas zu sehr nach Science-Fiction oder Leichenfledderei klingt: Die am 2. November erscheinende Dokumentation „Back To Black – The Real Story Behind The Modern Classic” wird die Entstehung der zweiten LP von Amy Winehouse näher beleuchten und zeigt bislang noch unveröffentlichte Szenen der britischen Ausnahmekünstlerin, ganz ohne Hologramm-Geister.

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