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Live-Rückblick

Vier Fragen, die wir uns nach dem Konzert der Arctic Monkeys in der Berliner Columbiahalle stellen

Wer schon mal auf einem Konzert der Arctic Monkeys war, weiß, dass die Atmosphäre einer Sauftour durch möglichst viele verschiedene Kneipen gleichen kann. Das war bei ihrem Auftritt in der Berliner Columbiahalle am 22. Mai 2018 nicht anders. das Konzert dauerte rund 75 Minuten plus drei Zugaben. Die meisten Songs der Setlist stammten vom Vorgänger-Album AM, die Arctic Monkeys spielten lediglich vier neue Stücke. Und natürlich ein paar alte Hits.

Nach dem ersten Europakonzert der „Monkeys“ seit fünf Jahren (übrigens auch ihr erstes Solokonzert abseits von Festivals seit Veröffentlichung ihres neuen Albums TRANQUILITY BASE HOTEL + CASINO) bleiben ein paar weitere Fragen – und über die nicht zu sinnieren, wäre eine Schande.

Sind die Arctic Monkeys jetzt nur noch die Monkeys?

Arctic Monkeys

Nicht zu verwechseln mit The Monkees bitte! Die minimalistische Lichtinstallation als quasi einziges Bühnenbild waren sieben große Leuchtbuchstaben, die gemeinsam das Wort „Monkeys“ bildeten. Wo ist das „Arctic“ hin? Aber wir müssen schon zugeben: Sah sehr schick aus, vielleicht auch etwas für den nächsten Designer-Blog.

Ist Cameron Avery die australische Version von Alex Turner?

Natürlich hatten die Monkeys (wir ziehen das jetzt durch mit der Neubenennung) einen Supportact. Niemand Geringeres als Cameron Avery, seines Zeichens Bassist bei Tame Impala, sollte die Crowd schon mal ein bisschen in Vorfreude versetzen. Schließlich hat Avery auch am aktuellen Album mitgewirkt. Gelang so lala, das Publikum trank lieber Bier und unterhielt sich fröhlich weiter. Wer trotzdem auf die Musik geachtet hat, wird vielleicht zu folgendem Eindruck gekommen sein: Irgendwie klingt „Cam“ Avery wie eine „50 Shades of Grey“-Soundtrack-Version von einem noch nicht existierenden Solo-Projekt Alex Turners.

Wie viel Pomade braucht Alex Turner für seine Tolle?

Alex Turner
Ein Mann, eine Frise.

Unsere Vermutung: sehr viel. Um seinen neugewonnenen 70er-Pimp-Look aufrecht zu erhalten, sitzt die Frisur astrein – zumindest zu Beginn der Show. Am Ende nützt alles nichts, denn Rockstars schwitzen und Turner ist nicht gerade bekannt für mangelnde Bühnenbewegung. So weicht am Ende die Schmiertolle dem Wuschelkopf. Passt auch viel besser zu seiner witty Wortakrobatik. Ja, das hat nichts mit der Musik zu tun. Aber mit Rock’n’Roll. By the way: Turners liebste deutsche Formulierung ist offensichtlich „Liebe Leute“. Wir haben Strichliste geführt und zählten so mindestens 18 Nennungen. Liebe Leute!

Wieso gab es einen Moshpit zu „R U Mine?“

https://twitter.com/OwlPrincess84/status/999031132304928768

Sabine Winkler
NBC NBCU Photo Bank via Getty Images


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