Baba HafTea von Haftbefehl: So erobern Rapper den Getränkemarkt

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Nach Shirin Davids „DirTea“, Capital Bras „BraTee“, Azet und Zunas „White Columbia“ und Tygas „Popwater“ reiht sich nun auch Haftbefehl zu den Rapper*innen mit Getränken ein. Er kündigte auf Instagram ein Getränk namens „Baba HafTea“ an, eine Kooperation mit dem Getränkehersteller „Canlife Drinks“ und daher keine eigene Marke von Haftbefehl. Bisher wurde die Sorte Lemon OG bestätigt.

 

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Nach den mehr als erfolgreichen Releases von Shirin David und Co., scheint der Getränkehandel ein lukratives zweites Standbein für Musiker*innen zu werden. Getränke im Rap anzupreisen ist dabei keineswegs ein junge Erscheinung, schon seit Tupac Shakur und vermutlich sogar noch weit vor ihm, spielen Rapper mit der Metapher der Getränke.

„Pour out a little liquor!“ oder die allseits bekannte Hennessy-Line

Neben Softdrinks preisen Rapper offenbar gerne alkoholische Getränke an, siehe etwa Sidos Wodka und Jay-Zs Kognak. Alkohol spielt im Rap eine besondere Rolle. Insbesondere der Hennessy ist eng mit dem US-amerikanischen HipHop verbunden. Der Kognak war damals die erste Marke die Werbung mit POC-Models gemacht hat und das bereits in den 50er-Jahren.

So rappt Luciano zum Beispiel in dem gleichnamigen Song „Hennessy“: „Hennessy heute in mei’m Glas, Pumpen Cardi B, Pulli ist von Prada, Hennessy heute in mei’m Glas, Volle Taschen, Bruder, es ist nicht wie damals“. Auch Tupac bezieht sich auf den Schnaps in dem Song „Pour out a little liquor!“ und verschüttet ihn in Gedenken an seinen verstorbenen Freund Mikey Cooley.

Goldketten und Capri Sonne

BHZ rappt über Bier, 01099 über Durstlöscher, Juicy Gray über Capri Sonne, Casper und Marteria über Chardonnay und Kay One über Dom Perignon. Symbolisch zeigen sie damit, wo sie in ihrem Leben mal standen, wo sie hinwollen oder wo sie nun angekommen sind. Neben prunkvollen Ketten, teuren Autos oder exklusiver Kleidung wurden also gleichermaßen auch Alkohol, Saft und Softgetränke als Statussymbole benutzt.


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