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Carrie-Ann Moss sollte nach ihrem 40. Geburtstag eine Großmutter spielen

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In einem Interview mit der Schauspielerin und Autorin Justine Bateman sprach die „Matrix“-Darstellerin Carrie-Ann Moss Anfang des Monats über Altersdiskriminierung in Hollywood und den Druck auf Frauen in der Filmbranche, nicht altern zu dürfen. Justine Bateman, die unter anderem bei „Desperate Housewives“ und „Familienbande“ mitspielte, hat jüngst ein Buch mit dem Titel „Face: One Square Foot of Skin“ zu ebenjenem Thema veröffentlicht und die beiden guten Freundinnen tauschten sich über ihre Erfahrungen aus. So spricht Bateman in dem Gespräch, das über „The Hollywood Reporter“ veröffentlicht wurde, unter anderem von der „wahnsinnigen“ Erwartung, dass Frauen „unsere Gesichter zerschneiden“ sollten, um Rollen zu erhalten.

Einen Tag nach ihrem 40. Geburtstag wurde ihr die Rolle einer Großmutter angeboten

Daraufhin erzählt Carrie-Ann Moss, die im nächsten Jahr ihre ikonische Rolle als Trinity in „Matrix 4“ ein weiteres Mal antreten wird: „Ich hatte gehört, dass sich mit 40 alles ändert. Ich habe nicht daran geglaubt, weil ich nicht daran glaube, einfach einem Gedankensystem zu folgen, zu dem ich mich nicht wirklich zähle. Aber buchstäblich am Tag nach meinem 40. Geburtstag las ich ein Skript, das mich erreicht hat, und ich sprach mit meiner Managerin darüber. Sie sagte: ,Oh, nein, nein, nein, es ist nicht diese Rolle (die du liest), es ist die der Großmutter.‘“ Die 53-jährige Schauspielerin fährt fort: „Ich übertreibe vielleicht ein bisschen, aber es passierte über Nacht. Ich wurde von einem Mädchen zur Mutter und dann deren Mutter.“

„Es ist nicht einfach, in diesem Geschäft zu sein“

Daraufhin äußert sich Moss zu der ungerechten Vorstellung in der Gesellschaft, dass Männer altern dürften – Frauen jedoch nicht. So sagt sie: „Es ist eine klischeehafte Geschichte, mit Männern zu arbeiten, die so viel älter sind und in die Jahre kommen. Und die Leute genießen es, dass sie älter werden. Während ich viel jünger bin als sie.“ Sie fügt hinzu, dass sie immer die Filmbranche verlassen wollte, sobald sie das Gefühl bekäme, alles an sich ändern zu müssen, um in der Branche Erfolg zu haben. Sie erklärt: „Ich habe mir diese französischen und europäischen Schauspielerinnen angeschaut und sie hatten einfach etwas an sich, das sich so selbstbewusst in ihrer Haut anfühlte. Ich konnte es kaum erwarten, das zu sein. Ich strebe danach. Es ist nicht einfach, in diesem Geschäft zu sein. Es gibt eine Menge Druck von außen.“

„Matrix 4“ sollte ursprünglich am 20. Mai 2021 in die Kinos kommen, wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf April 2022 verschoben. Im November 2020 ermittelte die Stadt Potsdam, ob es sich bei einer Großveranstaltung, die beim „Matrix 4“-Dreh stattfand, um eine getarnte private Großveranstaltung oder einen wirklichen Dreh gehandelt hat.


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