Donald Trump vs. Rihanna: „Please DO stop the music!“

Dass Donald Trump gerne mal Fünfe gerade sein lässt, wenn es um „Kleinigkeiten“ wie seinen persönlichen Umgang mit Steuern, Frauen oder der Zuordnung von Belgien als „wunderschöne Stadt“ geht, ist für Gegner des US-amerikanischen Präsidenten ein konstanter Quell von irgendwas zwischen Fassungslosigkeit, akutem Entsetzen und Anflügen von Galgenhumor. Dass Donald Trump es zusätzlich auch mit Urheberrechten nur dann genau nimmt, wenn sie ihm in den Kram passen, zeigte sich nun ein weiteres Mal – pünktlich zu den heute stattfindenden Midtermwahlen.

Das Problem: Der Song „Don’t Stop the Music“ von Rihanna wurde am 4.Oktober für eine Wahlkampfkundgebung der republikanischen Politikerin Marsha Blackburn in Chattanooga, Tennessee verwendet – allerdings ohne vorher bei Rihanna die Erlaubnis einzuholen.

Der White House Bureau Chief der „Washington Post“, Philip Rucker, gab Rihanna einen entsprechenden Tipp auf Twitter und sie reagierte prompt und sehr verärgert:

Nur wenige Stunden zuvor hatte Rihanna Twitter dazu genutzt, den demokratischen Kandidaten für das Amt des Gouverneurs von Florida, Andrew Gillum, zu unterstützen.

Mit ihrer Kritik an der Verwendung ihrer Werke für Veranstaltungen von Trump oder anderen Republikanern ist Rihanna wahrlich nicht alleine: Vergangene Woche erst reagierte auch Pharrell Williams erbost mit einer Unterlassungserklärung, nachdem bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner in Illinois sein Song „Happy“ gespielt wurde – nur Stunden nach einem antisemitisch motivierten Attentat in einer Synagoge in Pittsburgh, bei dem elf Menschen starben.

Noch einen Schritt weiter ging Aerosmith-Frontmann Steven Tyler, der Trump gerichtlich untersagen ließ, seinen Song „Livin’ on the Edge“ zu nutzen, nachdem dieser ihn für eine Wahlkampfveranstaltung in West Virginia verwendet hatte. Bereits 2015 hatte Tyler Trump mehrfach aufgefordert, den Song  „Dream On“ nicht während seiner Präsidentschaftskampagne zu verwenden. Auch die Erben von Prince ziehen rechtliche Schritte in Erwägung.

Für alle, die jetzt ein leises zynisches „Hallelujah“ in ihrem Kopf hören, sei hier noch mal an das wunderbare SNL-Video erinnert:


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