Logo Daheim Dabei Konzerte

Upcoming: Blues Pills

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Spezial-Abo
Highlight: 30 Jahre Mauerfall: Diese Songs hätte es ohne die Wiedervereinigung so nicht gegeben

Popkolumne, Folge 26

Schlimmes deutsches Kino und die Homofürsten des Rap: Die Popwoche im Überblick

LOGBUCH: KALENDERWOCHE 29/2019

Für mich war das wieder eine Woche mit Festival. Junge Leute flippen aus, bekleben sich mit „Ficki Ficki“-Stickern vom Sponsoren Billy Boy und ab und zu kommt ein Regenschauer oder ein Live-Act der Marke Bosse: „Ich will alle Hände sehen!“ Mit anderen Worten: What’s not to like!

Mir persönlich ist noch eine Ansage von Ingo von den Donots im Ohr. Der hatte nicht nur Animation für die rustikal gestimmte Menge drauf, sondern adressierte explizit den (fehlenden) weiblichen Aspekt im konservativen Rock-Geschehen. Den Circle Pit beim Happiness Festival in Straubenhardt ließ er demonstrativ von einer „Punkerin“ anführen. Auf jeden Fall schön zu sehen, dass sich nicht alle mit der bierigen Männerseligkeit ihrer eigenen Szene zufrieden geben.

Catering beim Happiness-Festival: Veganer Burrito. Foto: Autor.

REINFALL DER WOCHE: „Kidnapping Stella“ auf Netflix

Wie abgehängt der deutsche Film ist, das muss einem wirklich niemand mehr beweisen. Trotzdem hat Regisseur Thomas Sieben sich aufgemacht, noch mal mit seinem persönlichen Textmarker über diese Aussage zu gehen. Selbst der sanfte Cineast Soethof vom ME war da nicht mehr amused.

Von meiner Seite nur so viel: Wie wäre es, zumindest mal ein Reset oder eine Lobotomie den hiesigen Set- und Kostümdesignern zu spendieren? In „Kidnapping Stella“ soll das Szenario spürbar überauthentisch wirken, doch das Gegenteil ist der Fall: Geleckte Frisuren, sterile Räume, neue Klamotten frisch aus der Folie gezogen – gegen diesen Look hier ist „Star Trek – The Next Generation“ noch echt rough. Richtig zum Augenrollen wird es dann aber, wenn in der ganzen hingestellten Nicht-Welt der schnöselige Entführer (Figuren allgemein unglaubwürdiger als der Osterhase) eine Patrone im Klo loswerden will – und das Klo sieht dann plötzlich aus wie bei „Trainspotting“. Ich würde ja hier auch einen Screenshot posten, aber bitte habt Verständnis, dass ich diesen Film einfach nicht noch mal aufrufen möchte. Selbst meine Lebenszeit ist begrenzt!



„Nazi-Supermenschen sind uns überlegen“: Volkmanns Popwoche im Überblick
Weiterlesen