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Popkolumne, Folge 25

Blümchen, Scooter, Reinhold Beckmann – Happy Hardcore 2019: Die Popwoche im Überblick

LOGBUCH: KALENDERWOCHE 28/2019

Diese Woche beim Geburtstag meiner Patentochter gewesen. Folgendes Geschenk mitgebracht. Die Eltern wirkten nach dem Auspacken spürbar distanziert.
Nur gut, dass ich mich gegen das Schlagzeug entschieden hatte…

FESTIVAL-MOVE der Saison

Foto: Alex David

Für kleinere, inhabergeführte Festivals ist es nicht leicht, große Namen zu verpflichten. Entweder sind diese zu teuer oder dürfen wegen sogenannter „Gebietsschutz“-Klauseln nicht in der Region auftreten. Und das geht so: Ein Big Player in der Open-Air-Landschaft bucht sich einen Act, zahlt ihm viel Geld und lässt sich dafür vertraglich zusichern, dass der im Umkreis von hunderten Kilometern den restlichen Sommer nirgends auftritt. Das große Festival freut’s, denn so sichert es sich Exklusivität, die mittleren und kleinen sind dagegen komplett aus dem Rennen.

Wo also große Namen herbekommen? Eine clevere Antwort in dieser Saison lautet: Trash-Pop. Über Ironie funktioniert so einiges – und wirkt dabei mitunter frischer als das routinierte Booking von gerade angesagten Konsens-Acts.

Das Ruhrpott-Rodeo, Deutschlands größtes Punk-Happening, gönnte sich einen Auftritt von… Blümchen. Das Feedback war immens, auf „Boo- Boo- Boo- Bumerang!“ schienen alle die ganzen Jahre nur gewartet zu haben.

Das Festival des Kosmonauten, organisiert rund um die Kraftklub-Posse, zog sich als „Geheimen Headliner“ dieses Jahr tatsächlich… Scooter. Warum es den Typen mit dem Schild nicht auch begeisterte (siehe Foto), bleibt dabei ein Rätsel. Der Acker jedenfalls bebte.

Mir persönlich kommt dieser Trend entgegen: Mehr Trash wagen und großen wie kleinen Unsinn ins Line-up mogeln. Wie sollte ich sonst an weitere Leseauftritte kommen?

ZITATMÜLLEIMER DER WOCHE: „Stranger Things 3“

Ey, die neue Staffel „Stranger Things“! Endlich was zu berichten, was alle interessiert. Mmh, allerdings hat Musikexpress‘ finest Fabian Soethof hier natürlich schon längst zugeschnappt wie eine Cobra und alles aus der Nummer rausberichtet, was geht. Sein Fazit: Alles nicht mehr ganz so geil. Die latent hysterische Handlung genauso repetitiv wie überladen – sowie übertrieben fieses Product Placement. Na, dann kann mich an dieser Stelle allein auf die cineastischen Zitate konzentrieren, mit der sich die Serie in Staffel 3 gerade so merklich versucht aufzubrezeln. Und das geht so:



Verkannte Kunst (8): Kelly Osbournes Musik erzeugte leider keinen Nachhall – wie schade!
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