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Lady Gaga setzt erneut klares Statement gegen R. Kelly

Bereits im Januar 2019 distanzierte sich Lady Gaga von ihrer Zusammenarbeit mit R. Kelly und veranlasste daraufhin, dass der gemeinsamer Track „Do What U Want“ von allen Streamingplattformen entfernt wird. Nun beschloss die Sängerin, dass der Song auch nicht mehr auf den ARTPOP-Neuauflagen zu finden sein wird.

Im Oktober 2013 erschien der Song „Do What U Want“ von Lady Gaga als Promotion-Single für ihr drittes Studioalbum ARTPOP. Die US-amerikanische Sängerin arbeitete für diesen Track mit R. Kelly zusammen, der bereits seit Anfang der 2000er immer wieder Schlagzeilen machte, weil bei ihm pornografisches Material mit Minderjährigen gefunden wurde und er 1994 sogar eine 15-Jährige geheiratet haben soll.

Die Entscheidung, den Song mit Kelly zu entfernen, kam mit der sechsteiligen Doku „Surviving R. Kelly“, in der beispielsweise Ex-Freundinnen über die Missbrauchsvorwürfe sprechen, die gegen den Sänger vorliegen. Kelly soll die Frauen zu einem abgeschotteten Leben gezwungen und seinem Willen unterworfen haben. Viele der Missbrauchsvorwürfe reichen so weit zurück, dass die Frauen zu dieser Zeit noch minderjährig waren.

Auf Twitter erklärte Lady Gaga, dass sie „zu 1000% hinter den Frauen“ stehe und es bereue damals nicht besser geurteilt und sich nicht schon früher ausgesprochen zu haben. Gaga erklärte auch, dass sie nie wieder mit Kelly zusammenarbeiten werde. Sie selbst wisse, wie es ist mit sexueller Nötigung umzugehen und habe das Video zu „Do What U Want“ in einer „dunklen Zeit ihres Lebens“ gemacht. Sie wollte provozieren, war wütend und hätte ihr eigenes Trauma noch nicht überwunden. Heute würde sie ihrem damaligen Ich stattdessen zu einer Therapie raten oder dazu, sich bei jemandem Hilfe zu suchen.

R. Kelly drohen Jahrzehnte im Gefängnis

Dem 52-jährigen Sänger R. Kelly wird seit längerer Zeit sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Nun ist er explizit in zehn Fällen angeklagt.

Derzeit sitzt R. Kelly wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Zuletzt beantragte sein Anwalt die Freilassung auf Kaution, vergeblich. Der Prozessbeginn ist für Mai 2020 geplant. Im Falle einer Verurteilung drohen R. Kelly mehrere Jahrzehnte Gefängnisaufenthalt.

2008 war er bereits wegen des Verdachts von Kinderpornografie angeklagt. Damals wurde er von den Vorwürfen freigesprochen.


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