ME 08/18

Jetzt am Kiosk: Die „Sommer-Ausgabe“ des Musikexpress – mit Childish Gambino, Florence Welch, Sonic Youth, Helena Hauff u.v.m.

Man sollte sich mit dem Begriff „Held“ besser schwertun. Also außerhalb dieses Spiels, das wir in dem hier beworbenen Heft spielen, wir nennen es das „Pop-Spiel“. Darin gehören das Überhöhen von Musikern und das Fan-Sein einfach mit dazu. Doch Helden aus dem richtigen Leben sind dazu gemacht, uns bald schon zu enttäuschen. Bekanntes historisches Beispiel: „Helmut Kohl schlägt seine Frau“ (Die Ärzte). Oder aktuell das mit Roseanne. Besser man sagt sich immer gleich: Der kann aber prima Deutschland wiedervereinigen oder verdammt jung Wimbledon gewinnen, Bravo!, aber wie sieht’s bei dem wohl im Leichenkeller aus?!

Oder: Der kann aber verrückt gut schräge Gitarrentöne anschlagen, aber es könnte durchaus sein, dass dieser Typ 2018 auf Facebook gefährlichen Unsinn verbreitet zur Israel- Boykott-Bewegung, die er unterstützen möchte, darf er ja auch, aber wenn er deutsche Kulturveranstalter als „Neonazis“ beschimpft, weil die eine andere Band, die den Israel-Boykott mittragen, 
die Young Fathers, genau deshalb wieder ausladen, dann hat er offensichtlich jedes Maß, wenn nicht seinen Verstand verloren … dann ist er auf jeden Fall kein „Held“. Oder?

Nun, wir haben Thurston Moores alte Band Sonic Youth in dieser Ausgabe zu „ME-Helden“ (v)erklärt. Und während unserer Produktion hat er das dann auf Facebook gemacht. Bad Moon Timing. Man kann heutzutage eben auch sehr schnell dieses vermeintlich harmlose „Pop-Spiel“ verlieren. Wir haben uns trotzdem dazu entschieden, Sonic Youth zu „ME-Helden“ zu machen: Die Band ist längst Vergangenheit, ähnliche Ausfälle Thurston Moores von damals sind nicht bekannt. Wobei wir das schon verstehen würden, wenn man uns den Tipp gäbe, dass man sich mit dem Begriff „Held“ besser schwertun sollte.

>> Jetzt bestellen: Musikexpress im Abo!

Childish Gambino: Der Omni-Presenter

Kein Künstler erlebt in diesen Wochen ein ähnliches Momentum wie Donald Glover alias Childish Gambino. Als Serienmacher, als „Star Wars“-Held und mit einem so leichtfüßig wie treffsicher politischen Musikvideo, mit dem der Amerikaner gerade im Alleingang das Medium als Gesellschaftskritik-Tool neu erfunden hat. Annäherung an einen Mann, der aktuell harte Wahrheiten mit Entertainment verbindet wie niemand sonst.

Der Sound 2018 kommt aus SOUTH LONDON

South London gibt den Ton an. Keine andere Region Europas wird im Pop derzeit so gehyped, keine andere so geliebt, keine andere so missverstanden. Fat White Family, Shame, Goat Girl, Black Midi und Sorry: Sie alle leben hier, sie alle sollen Teil einer einzigartigen Szene rund um den Pub „The Windmill“ in Brixton sein. Was ist also los südlich der Themse? Wir waren dort.

ME-Gespräch mit Florence Welch: „Je ruhiger mein Leben ist, desto tiefer kann ich mich in die Dunkelheit graben“

Ophelia treibt nun in ruhigeren Gewässern. Mit ihrem Charisma zwischen Todesfee, Kate Bush und präraraelitischer Prinzessin hatte die Londonerin Florence Leontine Mary Welch, Sängerin der Band Florence + The Machine, erst die Popwelt verrückt gemacht – und dann sich selbst. Mit ihrem 2015er-Album HOW BIG, HOW BLUE, HOW BEAUTIFUL befreite sie sich aus der Krise, nun holt sie mit wehenden Ärmeln aus, um der Welt Hoffnung zu bringen: Welch ist wieder HIGH AS HOPE.

Prince: Seine Stadt leuchtet nur noch blass-lila

Prince wäre am 7. Juni 2018 60 geworden. Ein Grund zum Feiern. Allerdings beging der gläubige Zeuge Jehovas keine Geburtstage – und er ist ja auch schon seit über zwei Jahren tot. Gefeiert wurde trotzdem, irgendwie. Dies ist ein Reisebericht von einer „Prince Celebration“ in Minneapolis, wo sehr viele geschäftstüchtige Weggefährten, ein steriler Paisley Park, verwirrte Wissenschaftler und ein projiziertes Heiligenbildchen zeigen, dass seine Heimatstadt immer noch nicht so richtig weiß, was sie mit dem großen Erbe des Prinzen anfangen soll.

ME-Helden: Sonic Youth – Die Lärmbezwinger

Sonic Youth waren das Liebeskind von Intellektualität und Rock’n’Roll-Coolness. 
In ihrer 30-jährigen Karriere wurden sie zu Rock-Innovatoren, Wegbereitern für spätere Weltstars wie Nirvana und Botschaftern einer ganz eigenen Ironie. Nur eines wurden sie nie: so erfolgreich, wie es ihrem Einfuss angemessen gewesen wäre.

Außerdem im Heft:

  • Hintergrund: Wer schreibt die Hits für die deutschen Charts?
  • Selbstauslöser: Sudan Archives
  • Themeninterview: Lily Allen über Freimütigkeit
  • Josef Winklers Hirnflimmern
  • Covervisionen: International Music
  • Schnipo-Schranke-Kolumne
  • Radar: Ban Khan, Tirzah, Ross From Friends, Yuno, Amber Mark
  • Sound of Sommer 2018: Diese Bands, Hotspots und Trends sind JETZT
  • Helena Hauff: die Frau der Stunde
  • CD mit Death Cab For Cutie, Ebony Bones, Dirty Projectors u.a.

Bloß keine Ausgabe verpassen? Zum Musikexpress-Abo für ein Jahr geht’s hier entlang!

Dazu gibt’s wahlweise:

  • Bergmann Armbanduhr Modell 1955
  • JBL: Blutooth Lautsprecher oder T450 On-Ear Kopfhörer
  • 25-Euro-Gutschein von iTunes, Eventim, jpc, Amazon, Ikea oder Saturn
  • und viele weitere Prämien

Die neue Ausgabe des Musikexpress – vom 12. Juli 2018 an erhältlich!


Das Heft

Jetzt den Newsletter abonnieren!

Jede Woche neu: alle Nachrichten, Liveberichte, Gewinnspiele, Rezensionen, Videos, Charts, Listen und mehr!

und möchte, dass die Axel Springer Mediahouse Berlin GmbH mir Newsletter mit Produktangeboten und/oder Medienangebote per E-Mail zuschickt. Meine Einwilligung kann ich jederzeit .

Bitte lies dazu unsere Datenschutzhinweise
Lily Allen postet Fotos ihrer Vagina (um ihr neues Album zu bewerben)
Weiterlesen