Paul Kalkbrenner hat ein Video mit den „Chernobyl“-Produzenten gedreht

„Part Twelve“ erschien ursprünglich auf Paul Kalkbrenners aktuellem Album PARTS OF LIFE – eineinhalb Jahre später folgt nun das Musikvideo zu dem Track. Für den Clip zu „Part Twelve“ arbeitet Kalkbrenner mit den Produzenten der hochgelobten HBO- und Sky-Mini-Serie „Chernobyl“ zusammen. Geschrieben und inszeniert wurde das Video von der in Russland geborenen „Chernobyl“-Regisseurin Taisia ​​Deeva.

Es zeigt das Leben einer patriarchalischen und totalitären Gemeinschaft an einem isolierten Ort nach dem Tod des ältesten Mannes, ihres Führers. Während allen männlichen Mitgliedern erlaubt ist, den Ort zu verlassen und ihr Leben anderswo weiter zu führen, begehen die weiblichen Mitglieder kollektiv Selbstmord, um sich ihrem Anführer im Jenseits anzuschließen.

„Musikvideos können sehr knifflig sein“, erklärt Paul Kalkbrenner. „Die falschen Bilder können den Spirit eines Songs ruinieren. Ich war von Anfang fasziniert von diesem Projekt, besonders weil ‚Part Twelve’ nie ein Video-Kandidat war. Taisia [Deeva] hat den Song definitiv auf ein neues Level gebracht”.

In der Serie „Chernobyl“ geht es um die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im April 1986, die Serie stützt sich dabei weitgehend auf reale Gegebenheiten. Zentrale Figur ist der Wissenschaftler Waleri Legassow, der von der Regierung als Experte nach dem Unglück hinzugezogen wird und damit die Verantwortung für die Reaktion auf das Unglück übertragen bekommt.

„Ich bin ein großer Fan von Paul Kalkbrenners Musik“, sagt die Regisseurin Taisia ​​Deeva. „Als ich ‚Part Twelve‘ zum ersten Mal hörte, fühlte ich mich buchstäblich so, als würde das Leben durch meinen Körper fließen. Funken der Ekstase. Ein stechendes Gefühl des Bedauerns. Die Geschichte begann sich dann in meinem Kopf zu entfalten.“

Mit acht Studioalben, unzähligen Auftritten in den wichtigsten Clubs und auf Festivals auf der ganzen Welt, zählt Kalkbrenner seit Jahren zur absoluten Speerspitze der elektronischen Musik. Der Crossover vom Underground in den Mainstream gelang ihm 2008 mit dem Soundtrack zu Hannes Stöhrs Kino-Debüt „Berlin Calling“. Der Kultfilm entwickelte sich schnell zu einem großen Publikumserfolg, das gleichnamige Soundtrack-Album erreichte Doppel-Platinstatus und die Single „Sky And Sand“ stellte mit einer Verweildauer von 121 Wochen in den Offiziellen Deutschen Charts einen neuen Rekord auf.


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