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The Düsseldorf Düsterboys huldigen auf „Ab und zu“ der Musik

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Gleich für zwei Bands verbinden Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti ihre kreativen Geister: Neben International Music treten sie auch als Düsseldorf Düsterboys in Erscheinung. Während sich die Musiker unter erstgenanntem Alias eher bei elektrisch verstärktem Instrumentarium bedienen, ertönen bei ihrer Schwesterband softere Folk-Klänge – so auch auf ihrer neuen Single „Ab und zu“. Mit der Veröffentlichung haben sie zugleich ihr zweites Studioalbum DUO DUO für den 7. Oktober angekündigt.

Sanfter die Stimmen nie klingen

Unverkennbar sind die Stücke von Rubel & Crescenti allen voran wegen ihres wohl temperierten, mehrstimmigen Gesangs. Schon Gruppen wie die Comedian Harmonists waren sich gegen Ende der 20er-Jahre der Wirkung polyphoner Arrangements bewusst – und legten damit den Grundstein für die Ära des Doo Wop, ohne den es wiederum einige der schönsten Beatles-Songs nie gegeben hätte.

„Naja, ich mach so gern Musik“

Zurück ins Ruhrgebiet der Jetztzeit: Gewohnt assoziativ bauen die Düsseldorf Düsterboys ihren Text aus dem Alltag entnommenen Versatzstücken zusammen – und huldigen somit ihrer Raison d’Être, der Musik: „Naja, ich mach so gern Musik / Ich höre zu / Ich treff den Edis und wir spielen Blues / Es tut so gut / Es ist die Straßenbahn, die dich stört / Wenn du für’s Radio sprichst / Und alles ganz leise ist / Wenn du bereit für’s Radio bist“, heißt es in der ersten Strophe.

Für das Musikvideo zeigt sich Felix Aaron verantwortlich. Mit rosafarbenem Hintergrund und unaufgeregtem Schnitt weiß er jene Sanftheit zu verbildlichen, die das Stück auch in musikalischen Belangen ausmacht.

Folk, jahrzehnteschwer

Ihr Debüt NENN MICH MUSIK haben The Düsseldorf Düsterboys im Oktober 2019 herausgebracht. ME-Rezensentin Julia Lorenz befand damals über ihren „jahrzehnteschweren“ Folk: „Diese Musik, die man schlicht Musik nennen soll, hat eine Extraschleife durch die Vergangenheit gedreht.“ Dem Pressetext ist zu entnehmen, dass auf DUO DUO unter anderem brasilianischer Tropicalismo, Kirchenchoräle, The Velvet Underground und der Anti-Folk der frühen Nullerjahre Einfluss genommen haben. Der Langspieler erscheint am 7. Oktober via Staatsakt.

Cover „Duo Duo“

Unseren Leser*innen seien auch die Konzerte der Essener Band empfohlen: Auf der Bühne zeigen Rubel & Crescenti nicht nur ihren Sinn für Improvisation und Humor – sondern auch an jedem Abend ein anderes Gesicht. Ihre im Oktober beginnende Tournee wird folgerichtig präsentiert vom Musikexpress.

The Düsseldorf Düsterboys auf „DUO DUO“-Tour:

08.10.22 Essen – Zeche Carl
11.10.22 Hamburg – Kampnagel
12.10.22 Berlin – Festsaal Kreuzberg
13.10.22 Köln – Kulturkirche
14.10.22 Hannover – Cafe Glocksee
04.11.22 Bremen – Lagerhaus
05.11.22 Stade – Hanse Song Festival
06.11.22 Dresden – The Sound of Bronkow
19.11.22 Chemnitz – Lokomov
20.11.22 München – Ampere
22.11.22 Nürnberg – Club Stereo
23.11.22 Wien – B72
24.11.22 Graz – Autumn Leaves
25.11.22 Salzburg – ARGEkultur
26.11.22 Innsbruck – Talstation
27.11.22 Mannheim – Alte Feuerwache
28.11.22 Mainz – KUZ

Weitere Tour-Infos hier.

Staatsakt

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