Highlight: Musik rundherum: Die besten 360-Grad-Kameras, die Ihr Euch leisten könnt

Videopremiere

Videopremiere: Pauls Jets mit „Diese Villa ist verlassen“

Hüte mit bunten Federn verspricht „Diese Villa ist verlassen“, die zweite Single der österreichischen Band Pauls Jets. Der Stil der nach Sänger Paul Buschnegg  benannten Band sucht noch ein Genre und befindet sich momentan irgendwo zwischen Schlager, Indie-Rock und Dream Pop. Den Sound lässt man die Wienerinnen und Wiener am wunderbarsten selbst beschreiben: „Wir machen laute, elektrische, schreckliche Musik!“

Dass es der Band, die sich in der eigenen Facebook-Bio zudem als „modernes europäisches Restaurant“ bezeichnet, nicht an Humor fehlt, merkt man. Aber an Talent? Pauls Jets scheinen zumindest das neue österreichische Darling zu sein: Im Sommer noch „nur“ Vorband von Wanda, beschreibt zum Beispiel der ORF-Jugendsender FM4 Pauls Jets nach diversen kleinen und größeren Wien-Gigs, wie einem Auftritt beim Waves Vienna Festival, als „leicht zu lieben“.

Pauls Jets: Debüt soll 2019 erscheinen

Leicht zu hören sind Pauls Jets allemal, sie erinnern an Bilderbuch mit einem Hauch „Der Nino aus Wien“-Songwriting. Stimmt der andernorts beschriebene Vergleich mit Ja, Panik!, müsste man auch diese österreichische Band bald in Berlin begrüßen dürfen.

Ihr Sound klingt nicht fremd und ist tanzbar: „Diese Villa ist verlassen“ könnte mit seinen gerade noch nicht zu langsamen Beats und den eingängigen Lyrics ein kleiner Indiedisco-Hit werden. Nur die besungenen Hüte mit den bunten Federn findet man im ganzen Musikvideo nicht. Text-Bild-Schere? Da heißt es für Pauls Jets wohl noch: „Üben, üben, üben“. So auch der Titel der ersten, bereits vorm Sommer erschienenen Single.

Seither haben sich Paul „Hochhaus“ Buschnegg und seine Jets durchaus gesteigert. Anfang 2019 soll das Debüt-Album mit dem gnadenlos ehrlichen Titel ALLE SONGS BISHER erscheinen. Die zwei ersten bisherigen Songs lassen zumindest auf noch Größeres hoffen – ungefähr so, wie Buschnegg im „Diese Villa ist verlassen“-Finale singt: „Du wirst schon sehen, aber.“

Paul „Hochhaus“ Buschnegg und die Jets.

Stefan Redelsteiner

Berghain: Würde es den Club auch ohne DJs wie Ben Klock geben?
Weiterlesen