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🔥„Dark“: So endet die Serie nach Staffel 3 | Das ist das Schicksal ihrer Figuren

Kritik

„Better Call Saul“: Rasante Fahrt ins Verderben – Unser Fazit zur Netflix-Serie

„Wir alle fällen unsere Entscheidungen. Und diese Entscheidungen führen uns auf eine Straße.“ Es ist eine recht einfache Metapher, die der allzeit unaufgeregte Mike (Jonathan Banks) gegen Ende dieser Staffel wählt, um Jimmy (Bob Odenkirk) zu verdeutlichen, wie tief er nun im kriminellen Spiel steckt, aus dem kein Manöver hinausführt. Aber wie treffsicher diese Metapher ist, wird nicht nur Jimmy – inzwischen praktizierender Saul Goodman – plötzlich klar, sondern auch den Zuschauer*innen.

Better Call Saul“ hat uns lange in Sicherheit gewogen. Als von Vince Gilligan und Peter Gould erdachtes Spin-off und Prequel zum Geniestreich „Breaking Bad“ war diese Serie von Anfang an ein interessantes, aber zunächst zurückhaltendes Wagnis. Die Geschichte um Jimmys Verwandlung in Saul Goodman wurde in den ersten drei Staffeln recht gemächlich als Underdog-Dramedy erzählt. Zwar war die Unterwelt von Albuquerque durch die Machenschaften der Salamancas und dem widerwillig mit ihnen assoziierten Ignacio „Nacho“ Varga (Michael Mando) immer präsent, aber berührte sich nur punktuell die Haupthandlung. Diese drehte sich vor allem um Jimmys schwierige Beziehung zu seinem älteren Bruder Chuck (Michael McKean). Da wir zudem wussten, auf was für ein grandios erzähltes, brutales Desaster „Breaking Bad“ hinausgelaufen war, schlich sich schnell das Gefühl ein, eigentlich von nichts mehr in „Better Call Saul“ umgehauen werden zu können. Ab der vierten Staffel – nach Chucks Ableben – wendete sich das Blatt. Und eine neue Figur wurde zum Katalysator der gesamten Erzählung.

Grenzgänger Lalo Salamanca

Charmant, herzlich und ungeheuer gerissen – einen dauergrinsenden Kriminellen wie Lalo Salamanca (Tony Dalton) hat man wohl in keiner Serie zuvor gesehen. Schon zu seiner Einführung in der zweiten Hälfte der vierten Staffel von „Better Call Saul“ offenbarte er sich als würdiger Gegner für den kühl kalkulierenden Gus Fring (Giancarlo Esposito), dessen geheimem Laborbau er dicht auf der Spur war. In dieser fünften Staffel stürzt Lalo fast alle Figuren ins Chaos: Nacho wird von Gus Fring seinetwegen brutal unter Druck gesetzt und muss mit riskanten Manövern das Vertrauen seines neuen Chefs gewinnen. Jimmy wird widerwillig zum Rechtsberater von Lalo und unterstützt ihn damit unbewusst dabei, Gus‘ Drogengeschäfte zu sabotieren. Dies führt wiederum zu kurzen (aber gern gesehenen) Gastauftritten von DEA-Agent Hank Schrader (Dean Norris).

AMC


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