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Cardi B spricht sich gegen gesetzliche „Porno-Filter“ für Jugendliche aus

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Dass Rapperin Cardi B eine offene und selbstbewusste Einstellung zu ihrer Sexualität hat, ist klar, wenn man sich mit ihren Texten und Musikvideos auseinandersetzt. Auf ihrem Twitter-Account reagierte die „WAP“-Interpretin nun empört auf ein neues „Anti-Porno-Gesetz“ im konservativen US-Bundesstaat Utah, das Jugendlichen den Zugang zu Pornographie erschweren soll.

Cardi B ist gegen „Porno-Filter“ in Utah

Cardi B, die von Billboard zur „Woman of the Year 2020“ gekürt wurde, äußerte sich kürzlich auf ihrem Twitter-Account zu einem neuen Gesetz, das im US-Bundesstaat Utah dafür sorgen soll, dass Minderjährige über Handys oder Tablets nicht mehr auf pornographische Inhalte zugreifen können. Der Gouverneur von Utah, Spencer Cox, der das Gesetz unterzeichnete, nannte diese Maßnahme eine „wichtige Botschaft“, um Kinder und Jugendliche vor expliziten Inhalten im Internet zu schützen. Kritiker*innen des Gesetzesentwurfs betrachten das Vorhaben als einen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Cardi B geht in ihrer Kritik noch einen Schritt weiter und wirft der Regierung Heuchelei vor, da sie gleichzeitig unzüchtige Handlungen einer fundamentalistischen Kirchengemeinde billigen würde.

„Ich respektiere die Religion aller, aber Utah beschränkt Pornos und reguliert nicht die widerlichen Dinge, die im FLDS (Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) passieren. Dieser Kult ist widerlich.“

In einem weiteren Tweet fuhr Cardi B fort: „Ich würde es verstehen, wenn sie Pornos einschränken würden aufgrund einer Religiosität, aber sie erlauben so viele widerliche Dinge da draußen, von denen behauptet wird, dass sie Teil einer Religion sind. Es geht um Kindesmissbrauch! Lest es nach!“

Bei der Fundamentalistischen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (FLDS) handelt es sich um eine abgespaltene Gruppe des mormonischen Fundamentalismus, die in mehrere Missbrauchsfälle verwickelt ist. Ihr Oberhaupt, Warren Jeffs, sitzt wegen Kindesmissbrauchs lebenslang im Gefängnis.

Die Rapperin wird unterstützt von Pornodarstellerin

Zu den prominenten kritischen Stimmen gegenüber dem Gesetzesentwurf gehört auch die Pornodarstellerin Cherie DeVille, die ebenfalls die Meinungsfreiheit der Bürger*innen massiv bedroht sieht. Verschiedene Expert*innen für elektronische bürgerliche Freiheiten äußerten ähnliche Bedenken. Medienportale berichten auf der anderen Seite, dass die Filter auf den mobilen Geräten zwar vorinstalliert seien, jedoch von den Nutzer*innen ausgeschaltet werden könnten. Wann das Gesetz tatsächlich in Kraft treten soll, ist noch unklar.


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