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Massive Attack wollen eine große Studie über die CO2-Emissionen der Musikindustrie durchführen

Die Trip-Hop-Band Massive Attack hat eine umfassende Studie über die CO2-Emissionen der Live-Musikindustrie in Auftrag gegeben. In Zusammenarbeit mit dem „Tyndall Centre for Climate Change Research“ verpflichtet sich die Band, „den CO2-Fußabdruck von Konzerttourneen gründlich zu erfassen und Optionen zur Verbesserung vorzustellen“, um die Emissionen zu reduzieren, so eine Pressemitteilung.

Da die Umstrukturierung „signifikante Veränderungen“ in der gesamten Branche erfordert, wollen Massive Attack ihre Forschungsergebnisse und Empfehlungen allen in der Branche zur Verfügung stellen und so schnelles Handeln fördern.

Im „The Guardian“ schreibt Massive-Attack-Mitglied Robert Del Naja, dass sie anfangs darüber nachgedacht hätten, das Touren ganz aufzugeben. Da dieses Unterfangen jedoch von der gesamten Branche und nicht einer einzelnen Band unterstützt werden müsse, habe man sich gegen diese Option entschieden: „Um einen systemischen Wandel zu bewirken, gibt es keine echte Alternative zum kollektivem Handeln.“

Die Studie wird die Bereiche der Live-Musik mit dem größten CO2-Fußabdruck untersuchen: Publikumstransport, Bandreisen, Produktionsprozesse sowie Emissionen von Veranstaltungsorten.

Massive Attack sind eine der ersten Bands, die das Genre Trip-Hop populär machten und deutlich prägten. Ihre Alben BLUE LINES und MEZZANINE wurden zu Klassikern. Die EP RITUAL SPIRIT vom 28. Januar 2016 ist die aktuellste Veröffentlichung von Massive Attack.

Anfang November kündigten auch Coldplay an, dass sie wegen der dadurch erstehenden Umweltbelastung vorerst keine weitere Tour antreten würden. „Wir gehen mit diesem Album nicht auf Tour“, äußerte Coldplay-Sänger Chris Martin gegenüber BBC News. „Wir nehmen uns die nächsten ein oder zwei Jahre Zeit, um herauszufinden, wie unsere Tour […] nachhaltig werden kann.“ Martin sagte weiter, er wolle, dass alle zukünftigen Touren von Coldplay nicht nur keinen negativen, sondern idealerweise sogar „einen positiven Einfluss [auf die Umwelt] haben“.

 


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