Michael Jackson wollte nicht mit Tupac zusammenarbeiten, weil er Biggie-Fan war 

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Die Rivalität zwischen Tupac Shakur und The Notorious B.I.G. zog in den 1990er Jahren weite Kreise in der HipHop-Welt und verhinderte so manche Zusammenarbeit großer Artists. Laut dem Produzenten Quincy „QD3“ Jones III, Sohn der Produzenten-Legende Quincy Jones, galt das auch für einen möglichen Song von Michael Jackson und Tupac. 

Michael Jackson lehnte Zusammenarbeit im Tupac ab 

Bei einem kurzen historischen Abriss für BET zur Geschichte des Albums THE DON KILLUMINATI: THE 7 DAY THEORY, das Tupac unter dem Pseudonym Makaveli veröffentlichte, berichtete QD3, der damals für Tupac produzierte, von Verhandlungen über einem Song zwischen den beiden Musiklegenden. Dabei ging es wohl um den Song „Thug Nature“, bei dem Michael Jackson die Hook singen sollte. Der Produzent schilderte die Begegnung mit dem selbst ernannten „King of Pop“ folgendermaßen: 

Also habe ich ein Treffen auf der Neverland Ranch organisiert. Ich ging dahin und sprach mit Michael darüber. Und weißt du, was Michael gesagt hat? Er mochte Biggie! 

Damals gab es mit „This Time Around“ bereits einen gemeinsamen Song von Michael Jackson und The Notorious B.I.G., der auf dem Album HISTORY: PAST, PRESENT AND FUTURE, BOOK 1 zu hören war. Offenbar verhinderte die Freundschaft der beiden Musiker eine Zusammenarbeit mit Tupac, die in die Musikgeschichte hätte eingehen können. Am Ende landete Tupacs „Thug Nature“, der sogar ein Sample von Michael Jacksons Song „Human Nature“ enthält, nicht auf dem Album, sondern erschien erst 2000 auf der Death Row Compilation TOO GANGSTER FOR RADIO.

Der Song „This Time Around“ von Michael Jackson und Biggie erschien im Jahr 1995:

Tupacs Song „Thug Nature“ erschien posthum im Jahr 2000:

QD3 beschreibt Tupac als „manisch“ 

Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging der Produzent noch auf seine eigene Beziehung mit der Westcoast-Legende ein. Tupac und er hatten zu der Zeit mehrere Male zusammengearbeitet, unter anderem für das Album ALL EYEZ ON ME. QD3 beschrieb Tupac in diesem Zusammenhang als ruhelos und manisch:

Pac war immer irritiert, wenn du dasaßt und mit Sounds herumspieltest, so als würdest du seine Zeit nicht respektieren (…) Ich würde sagen, er war manisch. Wenn es Momente gab, in denen man still sein und Kerzen anzünden musste, schrie er und rauchte Newports. Er war nicht zu stoppen in diesen manischen Momenten. Er war immer am Drängen. Man konnte sehen, dass er sich irgendwie nicht wohl fühlte und dass es etwas gab, das ihm Unbehagen bereitete.

Das Album THE DON KILLUMINATI: THE 7 DAY THEORY erschien wenige Monate nach der Ermordung des Rappers am 5. November 1996.


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