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ME 11/20

Mit großem Die-Ärzte-Interview, Future Islands, Gorillaz und Hole: Der neue Musikexpress ist da!

von

Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

GESUCHT: ANIMATEUR*IN/SABOTEUR*IN

Seit knapp sieben Monaten arbeitet diese Redaktion nun im Pandemie-Modus. Heißt: Wir kreuzen nur persönlich gegenüber von „Curry 36“ auf, wenn es uns ein X in der richtigen Spalte des Anwesenheitsplans gestattet, versuchen beim Videotelefonieren immer noch den Blick des Anderen einzufangen, schleichen hinter unseren Masken (das Blümchenmuster bald ganz ausgekocht) über den Flur, der manchmal wirkt wie die Kochsche Textküche unten rechts: scheußlich verlassen (wenn auch weniger vermüllt).

Hilf, Jamie Hewlett! Kannst du uns nicht auch eine strolchige Comic-Bande in unser Kreuzberger Büro animieren, wie du es für die Gorillaz-Videos tust, wir nähmen auch irgenwelche Outtake-Charaktere, die es nicht in die Besetzung geschafft haben: Mallet, der schielende Mischlingsrüde, der in einer Bassdrum wohnt, zum Beispiel. Oder irgendeinen Keyboard-Wizard im Riesenhoody, von dem man immer nur die knochigen Hände sieht. Hauptsache bunt, wuselig, die Ödnis sabotierend. Die dürften uns sogar was Bewusstseinerweiterndes in den Kaffee gießen. (Sie sollen sogar!) Oh dear. Wir darben. Seelisch. A little.

Nun, wenn Hewlett keine Zeit hat, vielleicht könnte uns ja wenigstens jemand was malen … Ja! Ein Wettbewerb! … Wie stellen sich unsere Leser*innen die ME-Redaktion vor?! Lasst die Buntstifte sprechen! Schickt uns bis zum … Oh, kein Platz mehr.

Der Musikexpress 11/20 – die Themen im Überblick:

Die Ärzte: „Uns ist egal, ob man das alles versteht“

Dass man Die Ärzte vielleicht schon mal amüsanter oder rockbarer gefunden hat, mag tatsächlich nicht nur daran liegen, dass man selbst nicht mehr ganz so lustig und rockbar ist. Aber mit dem Ohr an ihrem neuen, erfreulich frischen (Comeback-)Album HELL und zwei Augen auf die euphorisch durcheinanderquasselnde Dreifaltigkeit BelaFarinRod gerichtet, darf man feststellen: Ihr altes Erfolgsrezept der Eigenentertainments geht immer noch auf!

Future Islands – Menschen aufknacken

Eine kleine Indie-New-Wave-Kapelle aus Baltimore tut lange Jahre auch abseits der Musik so, als seien das die vordigitalen Achtziger – und kommt damit durch. Wir sprechen mit ihrem Sänger, dem höchst unwahrscheinlichen Popstar Samuel T. Herring über Ehrlichkeit, längst notwendige Reparaturen an sich selbst und über seinen Tanzstil, der ihn zu schützen scheint.

Anton Corbijn – Schwarzweiß für die Ewigkeit

Vor allem mit grobkörnigen Schwarzweißaufnahmen brannte der Fotograf und Regisseur Anton Corbijn seine wohl am meisten abgelichteten Motive, Depeche Mode und U2, in unser Gedächtnis ein. Nun erscheint ein aufwendiger Bildband, der Corbijns Geschichte mit den Synthie-Pop-Giganten Depeche Mode auf mehr als 500 Fotos und Skizzen erzählt. Viele davon sogar in Farbe. Wir zeigen eine vom Meister kommentierte Auswahl.

Sufjan Stevens: „Wir sind ein großes Durcheinander“

Sein achtes Album THE ASCENSION entfaltet mit seinem Blick auf unsere heutige, gerade in den USA tief gespaltene Gesellschaft philosophische Qualitäten, aber natürlich auch einige düstere Perspektiven. Wie viel Witz und „Licht“ jedoch auch in den Songs von Sufjan Stevens stecken, erkennt man erst, wenn man genauer hinhört. Oder dieses Interview liest …

Gorillaz: Ewiges Leben – aber bitte in Episoden!

Die Gorillaz haben sich nicht nur als die perfekte Band für das aktuelle Pop-Zeitalter erwiesen – sie unterhalten uns auch schon das ganze schwierige Jahr über prächtig mit ihren neuen Songs und Videos. Was da wohl für eine mächtige Maschine dahintersteckt? Sie werden staunen!

Beabadoobee – Besessen von den Neunzigern

Beabadoobee – sprich: Bibadubi – macht Bedroom-Pop. Musik aus ihrem Londoner Kinderzimmer heraus. Damit ist sie jetzt schon das nächste große Ding des Alternative Pop. Und das sonnenblumigste aller 90s-Revivals.

ME-Held*innen: Hole – die Allermeisten

Courtney Love ist als Antiheldin der Generation X verschrien, als schwarze Witwe und derangierte Nervensäge. Dabei drückte sie mit ihrer Band Hole dem Sound und der Ästhetik der 90er-Jahre einen Stempel auf, dessen Tinte bis heute sichtbar ist.

Außerdem im Heft:

  • Selbstauslöser: Fenne Lily
  • Blind Date mit „Lupus“ Lindemann und „Tiger“ Bartelt von Kadavar
  • Themeninterview: Woodkid über Monster
  • Radar: Ela Minus, I Don’t Know How But They Found Me, Helena Deland, Boy Pablo & Better Person
  • Gabriel Garzón-Montano
  • CD-Beilage mit Ela Minus, Marie Davidson & L’OEil Nu, Eels, Beabadoobee, Mourn und Culk
  • uvm.

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Der neue Musikexpress – von 15. Oktober 2020 an am Kiosk sowie von Zuhause aus als E-Paper erhältlich


Sufjan Stevens: Hört hier sein neues Album THE ASCENSION im Stream
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