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Kritik

„Tyler Rake: Extraction“ auf Netflix: Und es hat Boom gemacht

Schlägereien, Verfolgungsjagden und Schussgefechte: Auch ohne mitgezählt zu haben, kann man sagen, dass „Tyler Rake: Extraction“ einen überdurchschnittlichen Body Count hat. Die neueste Produktion aus dem Hause Netflix strotzt nur so vor blutiger Gewalt, ist nichts für schwache Nerven und somit nicht ohne Grund ab 18. Inszenatorisch zeigt man sich dabei aber immerhin kreativ. Der Film ist ein Fest für Leute, denen mehr an fulminanter Action als an nachvollziehbaren Handlungssträngen liegt. Und in dieser Prioritätensetzung ist das Werk mehr als konsequent – zum Glück.

„Tyler Rake: Extraction“ führt uns in die kriminelle Unterwelt: Es beginnt damit, dass der junge Ovi Mahajan Junior (Rudhraksh Jaiswal) in Mumbai entführt wird. Dessen Vater, Ovi Senior, ist ein bekannter Mafiaboss, der gerade im örtlichen Knast eine Haftstrafe absitzt. Er schickt Saju los, der ein enger Vertrauter der Familie ist und während des Gefängnisaufenthalts auf Ovi Junior aufpassen sollte, um den Sohn wieder zu finden. Parallel wird auch unser Titelheld, der Söldner Tyler Rake (Chris Hemsworth), der isoliert in Australien auf einer Hühnerfarm lebt, von Nik Khan (Golshifteh Farahani) besucht. Sie informiert Rake, dass er ein Angebot für eine Mission hat. Es geht um die Befreiung eines entführten Jungen, der in Dhaka festgehalten wird – und es ist, Überraschung, ebenfalls besagter Ovi Junior. Dieser soll sich in den Fängen von Amir Asif befinden, einem Großgangster aus Bangladesch, der den Spitznamen „Pablo Escobar von Dhaka“ trägt und einen großen Einfluss auf sämtliche Vorgänge in der Metropole hat. Trotz (oder wegen?) der Schwierigkeit sagt Rake dieser tödlichen Mission zu und macht sich prompt mit Khan auf den Weg nach Dhaka. Es wird ein Lauf gegen die Zeit werden.

Chris Hemsworth als fleischgewordenes Schweizer Taschenmesser

Schnell entfaltet sich ein Plot voller Fallen und falschen Fährten. Hier kann keiner auf irgendetwas vertrauen – außer, dass Tyler Rake alles und jeden umnietet. Mit seinen Fäusten und mit den unterschiedlichsten Waffen. Er springt von Klippen sowie auch mal aus beschleunigenden Autos. Dieser Mann ist ein fleischgewordenes Schweizer Taschenmesser. Der von Chris Hemsworth verkörperte Titelheld ist zwar einerseits knallhart, aber alles andere als herzlos. Bei all seinen Kampffähigkeiten menschelt der Draufgänger auch gewaltig. Außerdem nimmt Rake ziemlich viele Schmerzmittel und wirkt meist so, als sei er schon ein Ticken zu lange im Söldnergeschäft, auch wenn er jeden seiner Aufträge um jeden Preis durchzieht – so auch die Rückholaktion in Dhaka.



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