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Bestellung von „Wu-Tang Clan“-T-Shirts sorgt für diplomatische Spannungen

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Am Mittwoch den 3. Februar, ging die diplomatische Auseinandersetzung zwischen China und Kanada in die nächste Runde. Auslöser des Ganzen war die Bestellung von T-Shirts mit einem modifizierten Logo der Hip-Hop-Gruppe Wu-Tang Clan.

Auf den T-Shirts, die angeblich im vergangenen Sommer von einem Mitarbeiter der kanadischen Botschaft in Peking bestellt wurden, steht das Wort «Wuhan» über dem Emblem der Hip-Hop-Gruppe. Chinesische Kritiker behaupten jedoch, das „W“ sei eigentlich eine Fledermaus und das T-Shirt soll eine provozierende Anspielung auf den Zusammenhang zwischen den Tieren und dem Ausbruch des Virus in der Stadt Wuhan sein. Fledermäuse gelten als mögliche Ursprungswirte des SARS-CoV-2-Virus, das Ende 2019 in der chinesischen Großstadt Wuhan auftauchte und sich seitdem weltweit verbreitet hat.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Wang Wengbin zeigte sich Reportern gegenüber am Mittwoch sichtlich empört. Kanadas bisherige Erklärungsversuche seien bisher „nicht überzeugend“. Weiterhin führte man aus: „Die kanadische Seite sollte die Angelegenheit ernstnehmen und der chinesischen Seite so schnell wie möglich eine klare Erklärung geben.“

Am Mittwochabend nahm eine Sprecherin des kanadischen Außenministeriums in einer E-Mail schließlich Stellung zu den Anschuldigungen: „Das von einem Mitglied der Botschaft entworfene T-Shirt-Logo zeigt ein stilisiertes W und soll keine Fledermaus darstellen. Es wurde für das Team von Botschaftsmitarbeitern geschaffen, die Anfang 2020 an der Rückführung von Kanadiern aus Wuhan arbeiteten, schrieb die Sprecherin. „Wir bedauern das Missverständnis.“

Bereits in der Vergangenheit gab es Spannungen

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Regierungen aufgrund von Unstimmigkeiten im Konflikt stehen. 2018 wurde der Finanzchef des chinesischen Elektrogiganten Huawei aufgrund von Betrugsvorwürfen der USA am Flughafen im kanadischen Vancouver festgenommen. Daraufhin reagierte die chinesische Regierung, indem sie den ehemaligen kanadischen Diplomaten Michael Kovrig und den kanadischen Unternehmer Michael Spavor verhafteten und Beschränkungen für verschiedene kanadische Exporte nach China verhängte.


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