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Review

„Glass“-Kritik: Der entscheidende Twist zu viel


„Unbreakable“ endete mit der Erkenntnis, dass Price ein Terrorist ist, der etliche Menschen getötet hat, um den augenscheinlich unzerstörbaren Dunn zu finden. Price, der sich auch Mr. Glass nennt, wanderte in eine Anstalt, die nun im dritten Film zum primären Schauplatz wird. Dunn und Price sitzen beide dort fest, als dritter Gefangener wird Kevin (James McAvoy) dort festgehalten. Kevin ist ein Mörder und Entführer, 2017 hielt er im Film „Split“ mehrere junge Frauen fest und terrorisierte sie mit seinen multiplen Persönlichkeiten. Der Thriller war am Ende eigentlich in sich abgeschlossen, dann brachte Shyamalan aber mit einer Überraschung Kinosäle auf der ganzen Welt zum Jubeln: Im Abspann war plötzlich Bruce Willis als David Dunn zu sehen.

Den Zuschauern wurde schlagartig klar, dass „Split“ die Fortsetzung zu „Unbreakable“ ist, Shyamalan gelang mal wieder ein erfolgreicher Twist – nach einer langen Reihe von Filmen, die bei Kritik und Publikum durchfielen. Er hatte sich durch die Begeisterung für den Thriller „Split“ und die unvorhersehbare Verknüpfung mit „Unbreakable“ rehabilitiert und ließ Zuschauer nun zwei Jahre auf ein sinnstiftendes Finale warten.

Ein einzigartiges Szenario

Dr. Ellie Staple möchte herausfinden, ob die Insassen der Anstalt übernatürliche Kräfte haben.

Shyamalan nutzt das erste Drittel von „Glass“ für das Etablieren eines einzigartigen Szenarios: Drei Männer, die sich für Superhelden oder Superschurken halten, sitzen machtlos in Zellen fest. Sie bekommen Besuch von ihren Liebsten oder ihren Opfern, alles unter den Augen der Psychotherapeutin Dr. Ellie Staple. Die von Sarah Paulson gespielte Ärztin ist der einzige nennenswerte Neuzugang in einem Ensemble, das weitestgehend getrennt voneinander agiert. In etwas mehr als zwei Stunden findet Shyamalan nur wenige Momente, in denen er seine bereits in zwei Filmen etablierten Figuren in einen Raum bekommt, ihre Geschichten und Motive kombiniert und dadurch weiter erforscht.

So wird Bruce Willis‘ Figur David Dunn nahezu keine neue Nuance hinzugefügt, James McAvoy spielt seine multiplen Persönlichkeiten genauso meisterhaft wie erwartbar aus. Samuel L. Jackson verfolgt ebenfalls den Plan, den er bereits in „Unbreakable“ hatte: Er möchte der Welt beweisen, dass Superhelden existieren – und provoziert aus diesem Grund Schrecken und Verbrechen.

Disney


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