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Musiker und ihre Instrumente

Welches Musik-Equipment verwendet eigentlich Kurt Vile?

Was geht Kurt Vile morgens, noch mit Schlaf in den Augen, wohl durch den Kopf? Vielleicht denkt der verträumte Indie-Rocker an Kaffee oder an die Nacht. Vielleicht denkt er an viel zu viele Gefühle, vielleicht verliert er seinen Kopf. Vielleicht denkt er an unsere Kritik seines neuen Albums BOTTLE IT IN? Möglich ist aber auch, dass er von seinem Musik-Equipment träumt. In das Oberstübchen des Musikers aus Philadelphia können wir leider nicht gucken, einen Blick auf sein hin und wieder verwendetes Equipment hingegen können wir schon werfen.

’64 Fender Jaguar: Eine E-Gitarre für einen Außenseiter

In seinen Händen hält Kurt Vile meistens eine ’64 Fender Jaguar. Fender brachte die Jaguar 1962 – zwei Jahre vor Viles Modell – auf den Markt, beweisen konnte sie sich gegenüber der Stratocaster und Telecaster aber nicht. Eher wurde das kurzhalsige Modell nur von Surf-Musikern irgendwo an der Westküste gespielt, davon gab es offensichtlich nicht unglaublich viele und der heutige Konzern-Riese machte folglich kein Geschäft. 1975 war es aus mit dem Traum von der E-Gitarre mit den vielen Funktionen. Viele davon wurden ohnehin als unnötig erachtet.

Überreste der Jaguar kursierten trotzdem weiterhin auf dem Markt. In den 80ern bekamen mittellose, musikalische Außenseiter Wind von der E-Gitarre ohne Erfolg, die nun für sehr wenig Geld zu haben war. Thurston Moore zupfte an einer herum. Und Kurt Cobain machte die Jaguar zu einem absoluten Kultinstrument, ohne die der dreckige Sound von Nirvana gar nicht denkbar wäre.

Kurt Vile hat eine. Gekauft hat er sie vor sieben Jahren in Nashville. Gefallen hat sie dem ehemaligen War-on-Drugs-Mitglied so gut, dass er sich gleich eine zweite kaufte. Das war es aber auch schon, denn Vile steht eher darauf, wenige Gitarren zu besitzen und die dafür dann durch und durch zu kennen.

Kurt Vile macht mit Courtney Barnett gemeinsame Sache.
Kurt Vile (r.) macht mit Courtney Barnett gemeinsame Sache.

Übrigens: Eine ’64 Fender Jaguar ist – wie Ihr Euch bestimmt denken könnt – ziemlich teuer. Für eine originale Jag blättert man gut und gerne einen Betrag im vierstelligen Bereich hin. Für den Normalverbraucher gibt es von Fenders Tochterfirma Squier seit einiger Zeit E-Gitarren nach dem Vorbild der Jaguar für einen geringeren Preis von etwa 400 Euro.

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Ernie Ball 2626 Beefy Slinky: Stabile Saiten für Stimmungen der anderen Art

Nun denkt der ein oder andere sich vielleicht: „Ich gebe doch nicht meine heiß geliebte, mühevoll abgeschrammelte und vom Proberaum gezeichnete E-Gitarre weg! Kurt-Vile-Fan hin oder her.“ Um ihm trotzdem etwas näher zu kommen, mögen seine gewöhnlich gezupften Saiten eine schöne Liebesbotschaft sein. Vile zieht nämlich regelmäßig Ernie Ball 2626 Beefy Slinkys auf seine Shortscale-Gitarre auf. Die sorgen für satte Bässe, grandiose Höhen und eignen sich allgemein für diejenigen besonders, die ihre Gitarre gerne alternativ und vor allem tiefer stimmen.

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DL4-Delay-Bodeneffekt: Aus der Zeit gefallen

Mit dem DL4-Bodeneffekt von Line6 kann man schöne Echos und Delays entwickeln sowie Musik loopen.
Mit dem DL4-Bodeneffekt von Line6 kann man schöne Echos und Delays entwickeln sowie Musik loopen.
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Aber bloß eine umgehängte E-Gitarre tut es meistens ja doch auch nicht. Wichtig ist, was auf dem Boden liegt: die Fußmaschinen. Eine davon ist das Line6 DL4, das als das Effektgerät gilt, um seine Musik zeitlich zu verzögern. Bei Kurt Vile und seiner Backing-Band The Violators unterstützt der Delay-Modeler die langsam dahinfließende Musik. Umso mehr noch, weil Vile mit seinem Fuß über drei Potis durch insgesamt 15 Delays schalten kann. Mit denen kann dann auch noch herumexperimentiert und der eigene Delay-Sound eingestellt werden. Der vierte Poti wiederum dient dazu, die Geschwindigkeit des Delays mit dem Fuß zu tippen. Erweiterungsmöglichkeiten hat das kleine, giftgrüne und 230 Euro teure Effektgerät übrigens auch: Um beispielsweise zwei Echos fließend ineinander überlaufen zu lassen, wird einfach ein Expression-Pedal angeschlossen.

Live erleben könnt Ihr Kurt Vile derzeit auf Deutschland-Tour – hier die Termine:

  • 18.10.2018 Berlin, Huxleys
  • 19.10.2018 München, Muffathalle
  • 02.11.2018 Köln, Kantine

Hier könnt Ihr außerdem in Kurt Viles neues Album „Bottle It In“ reinhören: 

Kurt Viles aktuelles Video zu „One Trick Ponies“:

Scott Dudelson Getty Images
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