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40 Alben, die Spotify nicht kennt

Zwar haben viele der Pop-Giganten, die sich in den letzten Jahren dem Streaming verweigerten, nachgegeben: Adele, Coldplay, Die Ärzte – sie alle finden wir mittlerweile bei Spotify und Co. Doch wer die Ränder ausleuchtet, wird bisweilen auf empfindliche Lücken stoßen. Eine – keinesfalls vollständige – Liste von empfehlenswerten Alben, die bei Spotify fehlen.

Kraftwerk – Kraftwerk (1970)

Das Debüt, um das es still geworden ist. Schade, denn die Wurzeln der späteren Großwerke sind deutlich erkennbar, auch wenn die Elektronik noch sehr ausgewählt eingesetzt wird.

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Motorbass – Pansoul (1996)

Franzosen-House beginnt hier. Ohne das aus Philippe Zdar (später Cassius) und Étienne de Crécy (später Hansdampf in allen Pariser Gassen) bestehende Duo hätten Air, Daft Punk oder Phoenix vermutlich anders geklungen.

Pere Ubu – The Modern Dance (1978)

Zwar findet sich nicht wenig Musik von Pere Ubu bei Spotify – was aber fehlt, sind alle Studioalben bis 1988. Etwa das Debüt, das die Band als harsche Meister eines Postpunk zeigt, in den Industrial und Avantgarde mehr als nur reinschmecken.

Brian Auger – This Is Brian Auger (1974)

Man kann sich zwar durch diverse „Greatest Hits“ eine schöne Früher-Anthologie vom Orgel-Meister zusammenstellen – aber ausgerechnet der Tanzboden-Kracher „Tiger“ fehlt – wer den besitzen möchte, wird dieses Album erstehen müssen.

Bow Wow Wow – See Jungle! See Jungle! Go Join Your Gang Yeah, City All Over! Go Ape Crazy (1981)

Das Album mit dem etwas sperrigen Titel bevorratet einige der interessantesten Sounds der Frühachtziger: Perkussive Weltmusik triff t auf exaltierten Gesang triff t auf Wave-Strukturen. Wer Glück hat, findet’s in der Wühlkiste.

Antony & The Johnsons – Antony & The Johnsons (2000)

Der Durchbruch kam erst 2005 mit I AM A BIRD NOW. Doch die DNA seines Sounds findet sich bereits hier: Ein androgyner Chorknabe, der zum Geist wird, ein zurückgenommener, mit Bedacht inszenierter Sound zwischen Kammerpop und Jazz. Ganz wunderbar!

Einstürzende Neubauten – Kollaps (1981)

Im Nachhinein total logisch, dass das Werk einer der wichtigsten deutschen Bands seinen Anfang in einer dermaßen dissonanten Radikalität nimmt: Songs wie „Negativ Nein“ sind in ihrem Kreischen, in ihrem Zischen, in ihrem assoziativen Gegreine immer noch wilder als das allermeiste, was heute unter dem Avantgarde-Label läuft.

Nina Hagen Band – Nina Hagen Band (1978)

Das Debüt der kurz zuvor aus der DDR in die BRD übergesiedelten Hagen ist in seinem Eklektizismus nicht immer einfach anzuhören – aber gerade deshalb eine enorm wichtige Platte: Spuren von Deutschpunk finden sich ebenso wie solche von NDW, Pop und Reggae wird angeschnitten, und zu all dem singt die Hagen so explizit, wie vorher kaum jemand auf einer Major-Produktion.

Elastica – Elastica (1995)

Britpop? Ach was, das Debüt der Band um Justine Frischman ist viel mehr: Songs wie „Stutter“ entzündeten – trotz oder wegen, je nach Sichtweise – der großzügigen Bedienung am Buzzocks-Buffet seinerzeit eine Wucht, die so erst wieder sechs Jahre später von den Strokes erreicht wurde.

Captain Beefheart & His Magic Band – Trout Mask Replica (1969)

Der Captain geht stimmlich steil. Frank Zappa hilft als Produzent mit. Wirr, kakophonisch, enorm einflussreich für Punk und Avantgarde.

Tool – Ænima (1996)

Auch die anderen Platten fehlen: Die Alternative-Metaller verweigern sich als eine der letzten großen Bands der Streaming-Sache komplett. Bald soll ein neues Album erscheinen – abwarten, ob das dann so bleibt.

Andreas Dorau – Neu! (1994)

„Das Telefon sagt Du“! „Stoned Faces Don’t Lie“! Was für Hits das sind! Leider nur als CD erhältlich. Lieber Andreas Dorau, bitte nachpressen!

Dr. Dre – The Chronic (1992)

Dass Dr. Dre nicht auf Spotify zu finden ist, ist mit einem Begriff erklärt: Tidal. Dort hat er immerhin sein Album COMPTON geparkt. Das tolle Debüt des Westcoast-Rappers fehlt hüben wie drüben.

Joanna Newsom – YS (2006)

Die Songs strecken sich bis auf 17 Minuten, Van Dyke Parks produziert. Am Mischpult sitzt Steve Albini. Das Ergebnis: ein entrückter Ritt, der sich wohl als Progressive Folk beschreiben lässt.

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