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Ein Dokumentarfilm über das Spannungsfeld zwischen kulturellem Anspruch und Wirtschaftlichkeit in der Festivalindustrie

Eunique spricht über Rechtsstreit mit ihrem Ex-Management

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Eunique war bei „HYPED Radio“ von Apple Music zu Gast und sprach dort mit dem Moderator Aria Nejati offen über ihre Musikpause, ihr ehemaliges Management und das damals gecancelte Album VISION.

In der Vergangenheit ließ Eunique bereits auf Instagram Ärger mit dem Ex-Management durchblicken. Nun erklärte die gebürtige Hamburgerin im Interview, dass sie zu dem Zeitpunkt bereits ihr Album VISION fertiggestellt hatte, das auch bereit zur Veröffentlichung gewesen sei. Durch das Verhalten ihres alten Teams habe sie sich jedoch dazu entschieden, es zu verwerfen. Eunique betonte im Gespräch, aktuell noch in einem Rechtsstreit mit ihrem Ex-Management zu stecken und dementsprechend nicht über alle Details sprechen zu können. Doch gibt sie zu verstehen, dass vor allen Dingen Gier und falsche Versprechungen letztlich die Parteien auseinander gebracht haben.  

Im Oktober 2018 hatten Eunique und ihr Label ursprünglich neue Musik veröffentlichen wollen. Da ihr Management jedoch angeblich mehr Geld aushandeln wollte, sei es zu Schwierigkeiten gekommen. Etwa ein halbes Jahr später habe die Rapperin Einsicht in die Bücher gefordert, wodurch es zum endgültigen Bruch gekommen sei. Folglich konnte das Album FREE EUNIQUE, das auf Forderungen von Universal Music entstanden sein soll, nicht veröffentlicht werden. 

Mangelnde Unterstützung: Eunique spricht über ihre Vergewaltigung 

Die 25-Jährige schildert, dass ihr ehemaliges Management zwar oftmals darüber gesprochen habe, eine Familie zu sein, ihr in schwierigen Situationen jedoch nicht zur Seite gestanden habe. So soll sich die Deutschrapperin beispielsweise dazu entschlossen haben, ein Jahr lang keinen Sex zu haben. Während dieser Zeit sei sie jedoch vergewaltigt worden. Da sie zu dem Zeitpunkt sowohl von ihrer Familie als auch ihren Freunden abgeschottet wurde, sprach sie mit ihrem Management darüber.

Ich habe dann mir selber gesagt, weil ich auf jeden Fall auch so ein bisschen wild war, war ich so auf: ,Ey, ich will jetzt ein Jahr kein Sex haben.’ Habe auch derbe die Challenge daraus gemacht so. Genau und dann in Monat fünf wurde ich vergewaltigt. Und dann ist das so ne Sache, du gehst dann ja zu den Leuten, zu deinen vertrauten Leuten, Digga. Weil ich war ja auch abgeschottet sozusagen von meiner Familie, meinen Freunden, weil ,ich ja keine Zeit für so ne Sachen haben sollte.’ Das heißt, meine Bezugspersonen sind ganz andere Menschen. Und dann erzählst du es deinen Bezugspersonen und die sind am Bluffen. Und du spürst schon dieses: Literally, as I said, I could get raped and you wouldn’t do shit.

Musikalische Weiterentwicklung

Erste durch den Kontakt mit Nu51, den Eunique über ihren Verlobten erhalten haben soll, kam es mit der gemeinsamen Single „Ich will nicht“ wieder zu einem musikalischen Erfolg seit dem Rechtsstreit. Nun soll auch ihr neustes Album SPLIT bereits fertiggestellt sein, auf dem neben Nu51 auch Rapperin Katja Krasavice vorkommen soll. Dieses soll dann über Sony Music erscheinen.

Am Freitag erschien bereits ihre Single „Lost“, mit der die Rapperin ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzte. 


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