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Interview

Im Gespräch mit Fynn Kliemann: „Ich will auf diese Reise so viele Leute mitnehmen wie möglich“

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In diesen Tagen erreicht der Ansturm auf Fynn Kliemann einen neuen Zenit. Da ist sein zweites Album POP, das er in Eigenregie aufgenommen und gerade veröffentlicht hat. Ein Film, der die Entstehung des vorherigen Albums NIE (2018) dokumentiert und für dessen Streaming seine Fans Kino-(Unterstützungs-)Tickets kaufen konnten. Seine eigene Corona-Schutzmasken-Produktion, für die kurzerhand eine Merchandise-Fabrik umgerüstet wurde. Und Gunter Gabriels altes Hausboot, das er gemeinsam mit Olli Schulz zum Studio umbauen will, wartet da ja auch noch an seinem Hamburger Liegeplatz.

Drei Minuten sind wir im Vorgespräch, dann klingelt schon wieder sein Telefon. Und während man in der Leitung hängt und auf seine Rückkehr wartet, schießt einem unweigerlich die Frage durch den Kopf: Wann macht dieser Typ eigentlich mal Pause?

Fynn Kliemann: So, Moin! Sorry, ich muss nachher noch ein Boot abholen!

Musikexpress: Ein Boot?

Ja, so eine ganz kleine Nussschale, zweimal ein Meter groß. Brian, einer meiner besten Kumpels, wünscht sich so was schon ewig. Ich habe jetzt eine ganze Weile bei Ebay geguckt und endlich eins gefunden. Das muss jetzt nur noch repariert werden – morgen drehen wir ein Video, wie wir den Motor zusammenbauen. Lange Geschichte, jedenfalls habe ich jetzt ein Boot.

Also, noch eins. Mit Olli Schulz baust du ja schon seit Längerem an diesem Hausboot herum…

Ich hatte sowieso schon eins – „Wurstgewitter“ heißt das. Das ist so ein Schlauchboot mit einem 70-PS-Honda-Motor hintendran. Das ist aber noch nie gefahren. Da habe ich mich von einem Typen in Berlin übers Ohr hauen lassen. Der hat mir versichert, dass es funktioniert und ich habe ihm geglaubt. Jetzt versuche ich seit zehn Jahren es zu reparieren, es geht aber einfach nicht.

Wir hatten vorhin schon kurz darüber gesprochen, wie viel gerade über dich berichtet wird und wie viele Presse-Anfragen reinkommen. Gibst du denn gerne Interviews?



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