13 berühmte Paare im Songwriting: Von Lana Del Rey bis Johnny Cash
Wenn Liebe zu Credits wird: Von Lana Del Rey und Jeremy Dufrene bis Johnny Cash und June Carter – 13 berühmte Songwriting-Paare im Überblick.
Lana Del Rey hat am 7. Februar 2026 ihre neue Single „White Feather Hawk Tail Deer Hunter“ via Instagram-Stories angekündigt. Die Veröffentlichung ist für den 17. Februar 2026 geplant und markiert die dritte Vorab-Single aus ihrem kommenden Album „Stove“. Die Sängerin hatte ihr zehntes Studioalbum erstmals im Januar 2024 angekündigt. Seitdem wurden sowohl der Albumtitel („Lasso“, dann „The Right Person Will Stay“) als auch der Veröffentlichungstermin mehrfach geändert. Fest steht nun: „Stove“ soll ein Country-Album werden und laut Lanas Instagram-Stroy in den nächsten drei bis vier Monaten erscheinen. „Aber ehrlich gesagt, bald. Denn Vinyl dauert drei Monate, also drei Monate plus zwei Wochen. Es könnte etwas weniger sein.“ Die Besonderheit der neuen Single liegt im Songwriting-Credit: Erstmals ist Lana Del Reys Ehemann, der Alligator-Tourguide Jeremy Dufrene, offiziell als Co-Autor eingetragen.
Ebenfalls beteiligt sind ihre Schwester Caroline „Chuck“ Grant sowie ihr Schwager. Produziert wurde der Song von Drew Erickson und Jack Antonoff, die dem Stück laut Del Rey den „fehlenden magischen Akkord“ verliehen hätten, den sie zuvor gesucht habe.
Die Frage, die sich nun stellt: Wie wird sich Jeremy Dufrene als Songwriter schlagen? Und reiht sich Lana Del Rey damit in eine lange Tradition musikalischer Paare ein?
Wenn Liebe zu Credits wird: 13 berühmte Paare im Songwriting
Johnny Cash und June Carter Cash
„Ring of Fire“: June Carter schrieb den Song gemeinsam mit Merle Kilgore. Ursprünglich schrieb sie den Text für ihre Schwester Anita Carter, doch Johnny Cash suchte dringend nach einem Song, der ihm einen Neustart im Musikgeschäft ermöglichen konnte. Cash nahm ihn letztlich auf, ergänzte die markanten Mariachi-Trompeten und feierte damit seinen größten Hit.
Paul und Linda McCartney
„Seaside Woman“ und etliche Wings-Songs: Linda McCartneys Einfluss auf Paul McCartneys Post-Beatles-Arbeit war massiv. Ob sie tatsächlich mitschrieb oder nur in den Credits stand, um Royalties zu sparen, bleibt ein Popmusik-Mysterium.
John Lennon und Yoko Ono
Yoko Ono prägte John Lennons spätere Solosongs maßgeblich. Liebe, Kunst und Politik verschmolzen zu einem der bekanntesten Friedensaufrufe der Popkultur.
Nina Hagen und Ferdinand Karmelk
Der Song „Smack Jack“ wurde von Ferdinand Karmelk, Nina Hagens damaligem Partner und Vater ihrer Tochter, geschrieben und behandelt die dunklen Seiten von Heroinabhängigkeit mit schonungsloser Direktheit. Auf ihrem Solo-Debüt „NunSexMonkRock“ bringt Hagen Karmelks Text mit post-punkigem Flair zum Leben.
Sonny und Cher
Eine Weile lief das so ganz gut: Sonny schrieb, Cher sang.
Beyoncé und Jay-Z – „The Carters“
Gemeinsame Hits wie „Crazy in Love“ und „Drunk in Love“ sind längst Popkultur-Geschichte. Doch Jay-Z findet auch als Co-Songwriter auf einigen Solo-Songs der Künstlerin statt. Die Credits sind Teil der Story: Liebe, Macht, Fremdgeh-Gerüchte – alles inklusive. Mit „Lemonade“ rechnete Beyoncé 2016 öffentlich mit Jay-Zs Untreue ab, nur zwei Jahre später veröffentlichten sie gemeinsam das Album „Everything Is Love“, das Ehe, Erfolg und Hip-Hop-Dynastie feiert.
Stevie Nicks und Lindsey Buckingham
Was soll man noch sagen? Trennung, gegenseitige Sticheleien und trotzdem gemeinsame Credits.
Jennifer Lopez und Diddy
Diddy prägte Jennifer Lopez‘ Frühphase entscheidend als Produzent und Co-Autor. Die Songs waren weniger intim als kalkuliert, aber äußerst wirksam.
Taylor Swift und Joe Alwyn
Taylor Swift schreibt nicht nur über ihre Ex-Beziehungen, sondern auch mit ihnen. „champagne problems“, „exile“, „evermore“, „betty“: Alwyn schrieb unter Pseudonym mit, was die Beziehung vor öffentlicher Gewichtung schützen sollte.
Taylor Swift und Calvin Harris
„This Is What You Came For“ entstand während der Beziehung von Taylor Swift und Calvin Harris; Swift schrieb den Song mit, blieb zunächst jedoch unter dem Pseudonym Nils Sjöberg ungenannt. Veröffentlicht wurde der Track 2016 von Harris gemeinsam mit Rihanna. Erst nachdem Harris ihre Rolle relativiert und die beiden getrennt waren, wurde Swifts Beteiligung öffentlich.
Ariana Grande und Mac Miller
Arianas Verbindung mit Mac Miller begann 2013, als sie ihn auf „The Way“ holte. Ein R&B-durchzogener Hit, der ihr Debütalbum definierte und beiden ihren ersten Top-10-Erfolg bescherte. Nach der Trennung 2018 und Millers Tod im selben Jahr reflektierte Grande später öffentlich, wie prägend seine Unterstützung für ihren Sound und ihre kreative Entwicklung war.
Max Herre und Joy Denalane
Max Herre und Joy Denalane sind seit über 25 Jahren ein Paar und haben ihre Beziehung über die Jahre hinweg musikalisch dokumentiert. 2024 veröffentlichten sie ihr erstes gemeinsames Album „Alles Liebe“, das Geschichten aus ihrem gemeinsamen Leben und kreativen Austausch enthält. Ebenso schrieb Max an Joys „Niemand (Was wir nicht tun)“.
Sido und Doreen
Das ehemalige Pärchen teilt gemeinsame Hits wie „Nein!“, aber Sido ist laut Doreen ebenso als Co-Writer bei ihrem Soloalbum „Vorsicht, Zerbrechlich“ aktiv gewesen, auch wenn er in den Credits nicht erwähnt wird.
Wird aus Lana Del Rey ein Country-Duo?
Ob Jeremy Dufrene ein einmaliger Co-Autor bleibt oder sich als fester kreativer Partner etabliert, wird sich zeigen. Mit „Stove“ und „White Feather Hawk Tail Deer Hunter“ könnte Lana Del Rey nun ihr eigenes Kapitel in dieser langen Geschichte aufschlagen. Und wer weiß – vielleicht denkt Lana Del Rey im Studio manchmal genau das, was Sabrina Carpenter so trocken formulierte: „Heartbreak is one thing, my ego’s another, I beg you, don’t embarrass me, motherfucker…“






