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Fotograf von Tupac, Biggie & Co. stirbt mit 54 Jahren

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Er war der Star-Fotograf der Golden Age of HipHop: Chi Modu, der in den 90er-Jahren Rap-Ikonen wie Tupac, Biggie und Snoop Dogg vor die Linse bekam, verstarb kürzlich offenbar nach einem Krebsleiden. Er wurde 54 Jahre alt.

Die HipHop-Welt verabschiedet sich von Chi Modu

Der Tod des Fotografen wurde am Montag, den 24. Mai, auf dessen Instagram-Account bekannt gegeben. Unter dem Beitrag, der die Lebensjahre von Chi Modu abbildet (1966-2021), stehen die Worte: „Unsere Herzen sind gebrochen … Wir führen den Kampf weiter. Die Familie wünscht sich Privatsphäre in dieser Zeit.“ Gleichzeitig nahmen etliche HipHop-Größen, von denen einige von Modu fotografiert wurden, mit emotionalen Statements Abschied von dem Fotografen. Wu Tang Clan schrieben beispielsweise auf ihrem Twitter-Account: „Rip Chi Modu, legendärer HipHop-Fotograf. Wutang sendet Liebe an seine Familie. Lob ist angebracht.“ Auch Fat Joe, DJ Premier und der Fotograf Joshua Kissi bekundeten ihr Beileid und erwiesen Modu die letzte Ehre. Das Nachrichten-Portal „TMZ“ beruft sich auf interne Quellen, die Krebs als Todesursache angaben.

 

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Der Mann, der die Golden Age of HipHop dokumentierte

Chi Modu wurde in Nigeria geboren, wuchs jedoch in New Jersey auf. Seine ersten Gehversuche als Fotograf machte er als Student der Rutgers University. Schnell fand er hierdurch seinen Weg zu „The Source“, das jahrelang das einflussreichste US-amerikanische HipHop-Magazin war. Hierdurch knüpfte er Kontakte zu Rappern, die heute internationale Superstars sind. Zu seinen bekanntesten Bildern gehören Fotografien der HipHop-Legenden Tupac Shakur und The Notorious B.I.G. Diese Dokumentationen zukünftiger Weltstars prägten die Kultur nachhaltig. Allerdings war Modu auch als Reisefotograf aktiv und schoss Bilder in seinem Heimatland sowie im Yemen, in Myanmar und Bangladesch. Über seine Arbeit sagte Chi Modu in einem Radio-Interview:

Für meinen Beruf ist Empathie sehr wichtig. Ich dokumentiere, das bedeutet, dass ich mit den Menschen mitgehe. Mein HipHop-Hintergrund beschreibt sehr gut, wie ich arbeite. Ich begleite die Leute, wie sie aus ihrer Gegend auf die Bühne und ins Studio gehen – jeden Aspekt ihres Lebens. Wenn du dokumentierst, kannst du Menschen in der Umgebung nur bewegen, wenn du emphatisch bist (…) Ich glaube nicht, dass du aus der Hood stammen musst, um die Hood zu fotografieren, aber du musst sie verstehen.

 

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