ME 10/21

Mit großem Die-Ärzte-Special, Trümmer, Chvrches und Weezer: Der neue MusikÄxpress ist da!

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Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

SEI UMARMT, SÜSSER ÜBERFLUSS

Wir schreiben das Jahr 2020 – und wie man es einfach nicht fassen kann, dass man schon wieder eine Runde spazieren geht?! Covid-19 hat uns im Schnellvorlauf mit unseren Senioren-Alter-Egos bekannt gemacht, so viel ist sicher. Auf den ewig gleichen Wegen durch die ewig gleichen Gassen taucht dann auch wieder sie auf: die Litfaßsäule, die das ganze kulturelle Unbill jener Zeit auf den Punkt bringt. Anschläge zu längst abgesagten Veranstaltungen, die immer weiter verblassen.

Einzig drei diabolische Gesichter sind frisch plakatiert. Die Ärzte bewerben ein neues Album: HELL. Ihr voriges liegt acht Jahre zurück. BelaFarinRod versenden ihr Comeback ins stumme Corona-Niemandsland? Tragisch bis tröstlich. 2021. Ein Jahr darauf. Wie, Die Ärzte haben mit DUNKEL schon wieder ein neues Album draußen?! Das ging nun aber schnell. Und sie sind nicht die einzigen.

So ausgebremst Pop 2020 war, so viel hat sich in all den (Heim-)Studios angehäuft. Für diesen Herbst erwartet uns eine Welle an Veröffentlichungen: Verschobenes, Geplantes, sowie im Lockdown zusätzlich Gezimmertes. Aus dem „Ohne uns wird’s still“ geriert sich nun ein „Mit uns wird’s laut“. Mehr Alben, mehr Hits, mehr von allem. Tschüss leere Litfaßsäule, hallo Reizüberflutung – und wir sind so gern dabei.

Der Musikexpress 10/21 – Die Themen im Überblick:

Die Ärzte – Out of the Light into the Dark

DIE ÄRZTE sind immer noch wieder da. Aber auf ihrem zweiten Album innerhalb eines Jahres – doch auch ziemlich anders.

Trümmer – Utopisch denkt, wer verzeihen kann

Die neue Trümmer-Platte wurde im Schmerz geboren. Sänger und Texter Paul Pötsch lernte binnen zwei Jahren, einer verloren gegangenen Liebe zu verzeihen. Deshalb ist er auf FRÜHER WAR GESTERN imstande, das Leben zu bejahen – und die alles überbordende Frage zu stellen, wie wir leben wollen.

Georg Gatsas – Zurück in die Zukunft

Leuchtende Augen, schwitzige Haare, verrutschte Kleidung. Wir wagen einen Blick in die Vergangenheit, die die Zukunft bedeuten könnte. Denn wir sehnen uns nach solchen Bildern, wie sie Georg Gatsas in London für seinen Bildband „Signal The Future“ eingefangen hat. Eine Welt der Feiernden.

Chvrches: „Die Künstlerin besitzt zur Kunst eine toxische Beziehung“

Die schottische Synthie-Band Chvrches zählt zu den besonderen Phänomenen des Modern Pop: Das Trio hat seinen Ursprung in der Indie-Szene Glasgows, in der Kommerzdenken in etwa so beliebt ist wie das britische Königshaus. Schon mit dem ersten Album knackten Chvrches den US-Markt. Dass Sängerin Lauren Mayberry sowie die Multiinstrumentalisten Iain Cook und Martin Doherty weiter ein gutes Standing in ihrer Heimatstadt haben, beweist ihre Integrität. Im Interview erzählt Lauren Mayberry, was Pop mit toxischen Beziehungen zu tun hat, wie es der Band gelungen ist, aus einem Vakuum heraus an den Songs des vierten Albums SCREEN VIOLENCE zu arbeiten, und welche Rolle Robert Smith von The Cure dabei gespielt hat.

Haldern Pop 2021 – Es geht wieder los…

Wie sieht es denn nun aus, so ein Festival unter Corona-Bedingungen? Das Haldern Pop erklärt in seiner Pandemie-Version die Natur zum Headliner und schickt Besucher*innen auf eine musikalische Klassenfahrt – zu Fuß und mit dem Fahrrad.

20 Jahre iPod – Alt ist das neue Neu

„Es müsste immer Musik da sein … bei allem, was du machst.“ Der zentrale Wunsch aus dem Film „Absolute Giganten“ ist längst in Erfüllung gegangen. Aber ist es so gekommen, wie wir es uns damals vorgestellt hatten? Vor 20 Jahren stellte Apple ein Produkt vor, das unsere Musiknutzung für immer verändern sollte: den iPod. Dessen Shuffle-Funktion legte dabei den Grundstein für die Stimmungsplaylisten von heute. Dafür, dass der Pop der Gegenwart nicht nach der Zukunft, sondern nach der Vergangenheit strebt. Tobi Müller ist in die Zeitmaschine gestiegen.

ME-Helden: Weezer – Die Reise ins Ich

Mit ihrem Debüt eröffneten Weezer den bunten Teil der 90er. Auf dem zweiten Album wurde es düster: Mastermind Rivers Cuomo servierte der Welt sein Herz auf einem Silbertablett – und erntete dafür Schulterzucken und Spott. 25 Jahre später gilt PINKERTON als Meisterwerk. Doch sein Schatten liegt bis heute über der Band.

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