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Crossover: So findet Rock-Musik im deutschen HipHop statt (und umgekehrt)

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Rock und HipHop teilen nicht unbedingt viele Gemeinsamkeiten. Tatsächlich ist der Unterschied beim objektiven Hören teilweise so groß wie bei Tag und Nacht. Allerdings blickt dieses außergewöhnliche Mash-Up aus verzerrten E-Gitarren und dreckigen Rap-Vocals auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in den 80er-Jahren begannen Rapper erstmals sich mit Rock-Bands zusammen zu tun. Zu Beginn galt der Zweck dabei häufig die Reichweite der Rapper zu erweitern, denn vor 40 Jahren steckte HipHop noch in den Kinderschuhen und war vom heutigen Erfolg des damals noch weniger vielfältigen Genre weit entfernt.

Der wahrscheinlich bekannteste Crossover-Song aus dieser Zeit stammt aus dem Jahr 1986 und von zwei Bands, die heute von Fans aus der ganzen Welt als Legenden und Pioniere ihres jeweiligen Fachgebiets betitelt werden. Die Rede ist von „Walk This Way“ von Run DMC und Aerosmith. Produziert von Produzenten-Gott und DefJam-Gründer Rick Rubin, covert der Song den gleichnamigen Original-Titel von Aerosmith aus dem 1975 erschienenen Album TOYS IN THE ATTIC. Damals galt der Song jedoch nicht dem Hintergrund, die Reichweite von Run-DMC zu erweitern. Aerosmith befanden sich zu dieser Zeit nämlich auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere und jagte alten Erfolgen hinterher. Viel mehr war es die Idee von Rick Rubin, der zuvor gehört hat, wie die Jungs von Run DMC auf einen Loop des Songs freestylten. Daraus entstand kurze Zeit später ein Song, der Musikgeschichte schreiben sollte.

In den Billboard Hot 100 chartete der Song auf Platz 4, was für einen HipHop-Act in der damaligen Zeit außergewöhnlich hoch war. Weiterhin verhalf der Erfolg Aerosmith dazu, wieder zu altem Glanz zurückzufinden und ein Comeback zu starten. Die Remix-Version des Songs wird derzeit von Acclaimed Music als 148. größter Song aller Zeiten und als zweitbester Song des Jahres 1986 eingestuft.

In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Mash-Ups zwischen Rock-Bands und Rappern. Aufsteigende Artists wie Public Enemy und KRS-One folgten dem Trend und verhalfen dem Cross-Over so zu einem höheren Bekanntheitsgrad. Das Ganze entwickelte sich so weit, dass sich in den 90er-Jahren Bands wie Rage Against The Machine und Stuck Moho gründeten, deren musikalischer Output sich ausschließlich an dem Genre-Mix orientierte. Und auch bei HipHop-Formationen wie Cypress Hill war der Einfluss von Rock-Musik schon früh vernehmbar. Ein weiteres Mash-Up, das in keiner Rap-Metal-Playlist fehlen darf, ist die berühmte COLLISION COURSE EP von Linkin Park und Jay-Z aus dem Jahr 2004. Aber auch Kollektive wie Hollywood Undead, die eher im Untergrund agieren, sind namenshafte Vertreter.

In den Vereinigten Staaten hat sich Rap-Rock oder Glock-Rock, wie Nu Metal in den Zehner-Jahren genannt wurde, nach einigen unglücklichen Versuchen von Artists wie Limp Bizkit und Lil Wayne längst zu einem wegweisenden Crossover-Genre entwickelt, das die Charts immer wieder aufs Neue beherrscht. Doch wie sieht es in der Bundesrepublik mit Gitarren-durchtriebenen Rap-Songs aus?

Ferris MC

Ferris MC ist in Deutschland als Pionier der HipHop-Szene bekannt. Bereits 1999 mischte er gemeinsam mit Freund und Rap-Kollege Afrob mit „Reimemonster“ die deutsche Musikszene auf. Der Song setzte einen Meilenstein und stellte die weitestgehend unbeachtete Subkultur vor ein größeres Massenpublikum. Anschließend veröffentlichte er immer wieder mehr oder wenig erfolgreich Solomusik.  2018 wollte Ferris nach der weitestgehend negativen Kritik an seinem sechsten Studio-Album ASILANT und der Trennung von Deichkind noch mal einen anderen Weg einschlagen und die Musik machen, die ihn schon von Kindheit an geprägt hat. Rock-Musik.

Er selbst erzählte einst in einem Interview, dass Rock und Punk so wie das Crossover-Genre aus HipHop schon immer einen immensen Einfluss auf ihn ausgeübt haben. Und tatsächlich war dieser Einfluss beim genauen Hinhören auch schon auf früheren Veröffentlichungen des Hamburgers vernehmbar. So wählte er bereits auf seinem Debüt-Album ASIMETRIE ungewöhnlich harte Beats mit Gitarren-Riffs als treibende Elemente, anstatt sich wie andere zu der Zeit hauptsächlich auf gesamplete Beats zu beschränken. Darauffolgende Alben enthielten zudem auch immer wieder Crossover-Songs, auch wenn der Anteil an HipHop hier stets eindeutiger war.

Einige Monate nachdem Ferris sein neues Projekt in Angriff genommen hatte, veröffentlichte er sein erstes offizielles Punk-Album WAHRSCHEINLICH NIE WIEDER VIELLEICHT. Auf diesem Longplayer löste Sascha Reimann, so Ferris‘ bürgerlicher Name, sich größtenteils komplett von jeglichen HipHop-Klischees und bediente sich stattdessen an klassischen Rock- und Punk-Stilmitteln. Dabei verzichtete Ferris komplett auf seine Rap-Fähigkeiten. Anstelle seiner tiefen Rap-Stimme setzte der 46-Jährige nun Gesang ein und versucht sich auf Songs wie „Fake News“ sogar an Screams.

Ein besonders großer Erfolg wurde das Album mit einer Chart-Platzierung auf Platz 91 nicht, allerdings mag ein kommerzieller Erfolg des Albums auch gar nicht die Intention Reimanns gewesen sein. Tatsächlich veröffentlichte Ferris MC nach WAHRSCHEINLICH NIE WIEDER VIELLEICHT mit MISSGLÜCKTE ASIMETRIE sogar ein weiteres Rock-Album, das auch in den Charts wieder besser performen konnte. Ferris scheint mit seinen neuen Songs tatsächlich ein Stück mehr an dem Ort angekommen zu sein, den er schon seit Beginn seiner Karriere verfolgt und nie ganz erreichte. Auch wenn der Sound sicherlich nicht jedermanns Ding ist.

Kraftklub

Obwohl laut eigener Aussage keines der Band-Mitglieder außer Songwriter und Sänger/Rapper Felix Brummer einen direkten Bezug zur HipHop-Kultur hat, wurden die Jungs von Kraftklub vor allem zu Beginn ihrer Karriere um die 2010er-Jahre häufig auf eine Ebene mit vielen HipHop-Künstler*innen gestellt. Stilistisch orientieren sich die Band-Mitglieder eher an Indie-Rock als an HipHop. Allerdings trägt Sänger Felix Brummer seine Texte meist rappend vor, was wie er einst Behauptete an seinen mangelnden Gesangsfähigkeiten liege.

2017 veröffentlichte die Band auf ihrem dritten Studio-Album KEINE NACHT FÜR NIEMAND mit „Chemie, Chemie, Ya“ einen Song, dessen Titel als direkte Hommage an einen wahren HipHop-Klassiker bewertet werden kann. Die meisten Wu Tang-Clan-Fans ahnen vermutlich schon, dass es sich dabei um „Shimmy, Shimmy, Ya“ von Ol´ Dirty Bastard handelt. Der Song beschreibt ein Leben voller Drogen und Rausch und geht dabei bis an die Spitze – wenn man sich wieder mit blutender Nase vor dem eingeschlagenen Spiegel der Clubtoilette findet und sich fragt, was man dort eigentlich macht. Auch das könnte als Referenz zu ODB gesehen werden. Dieser starb 2004 nämlich an seiner Liebe zu bewusstseinsveränderten Substanzen.

Felix Brummer tritt unter seinem Alter Ego KUMMER und Carsten Chemnitz selbst erfolgreich als Rapper auf. 2019 veröffentlichte er sein Debüt-Album KIOX, mit dem er auf Platz 1 der deutschen Album-Charts landen konnte.

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Swiss + Die Andern

Swiss + die Andern sind wahrscheinlich die bekanntesten aktiven Vertreter des Rap-Rock-Crossovers in Deutschland. Swiss, der Rapper/Sänger der Gruppe, war bis 2014 hauptsächlich als Solo-Rapper unterwegs, ehe er der neu gegründeten Punk-Rock-Band Swiss + Die Andern beitrat und dem Rap-Game den Rücken zukehrte. Seitdem veröffentlichen beide Seiten gemeinsam als Band Musik, die stilistisch dem Punk zugeordnet werden kann. Inhaltlich drehen sich ihre Songtexte häufig um linkspolitische und sozialkritische Themen. Bei den oft aufreibenden Songs bekommt man jedoch trotzdem nicht das Gefühl, dass sie damit versuchen, ihre Werte auf penetrante Art und Weise zu vermitteln. Viel mehr lassen sie ihr ausgelegtes Mind-Set in ihre Musik einfließen, ohne dabei Rücksicht auf die Meinung größerer Gruppierungen zu nehmen.

Die aggressiven und immer direkten Texte von Swiss bilden in Kombination mit den schnell getakteten Drums von Tobias Gerth das perfekte Zusammenspiel aus klassischem Rap und stilechtem Punk. Ein perfektes Beispiel für diese Symbiose liefern Songs wie „Finger zum MW“. Hier wird neben Rap auch von weiteren HipHop-Stilmitteln wie Cuts und Scratches Gebrauch gemacht, was auch schon bei Vorreitern wie Body Count üblich war. Auf „Asche zu Staub“ hört man komplexes und ausgereiftes Storytelling, gepaart mit akustischen Instrumenten, wie sie auch in klassischen Punk-Arrangements stattfinden. Drums, Bass, Gitarre, einen DJ und eine Vocal-Spur. Mehr braucht es auch bei Swiss + die Andern nicht.

Swiss erklärte bereits mehrmals, dass er sich von der Rap-Szene abgewendet habe, weil er den Wertewandel des Genres nicht mit seiner Philosophie zu Rap-Musik vereinbaren könne. Seiner Aussage nach kann Punk mit seiner antikommerziellen Einstellung seine Musikideale mittlerweile besser vertreten als Rap, der in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Kapitalgewerbe herangewachsen ist. Trotzdem beteuerte er bereits, dass HipHop als Musik immer ein Teil von ihm sein wird und seine Texte, die nach wie vor sein Sprachrohr sind, ebenfalls als Rap-Lyrics eingestuft werden können. Im Übrigen haben die Jungs auch schon häufiger gemeinsame Sache mit Ferris MC gemacht. 2019 veröffentlichten sie sogar die gemeinsame EP PHOENIX AUS DER KLAPSE.

Edo Saiya

Der aus Köln stammende Edo Saiya ist ein Vorzeigebild, wenn es um eigenständige und zukunftsorientierte Rapper aus der neuen Generation geht. Zusammen mit einer Schar von jungen, aufstrebenden Künstlern wie Negatiiv OG und Yin Kalle half er mit, die „New Wave“ der deutschen Rap-Szene zu schaffen und über wenige Jahre hinweg weiterzuentwickeln und voranzutreiben. Dabei fiel schnell auf, dass der Rheinländer sich nicht nur an dem Trap-lastigen und Drogen-getränkten Sound dieser Zeit orientierte, sondern sich mit jeder neuen Single neu erfand. Edo Saiya erklärte auch, dass er sich schon immer gerne von anderen Musikgenres wie Jazz und Soul inspirieren lässt. Bevor er anfing, seine musikalischen Fähigkeiten auf HipHop-Beats auszuleben, spielte Saiya lange Zeit sogar in verschiedenen Rock-Bands mit.

Eine Zeit, die ihn offenbar prägte und einen direkten Einfluss auf den Verlauf seine weitere Karriere haben sollte. Denn die Single „Hilf mir“ seines im April erscheinenden Albums x6 klingt eher nach einem versuchten Mash-Up aus Slipknot und Rammstein als nach einem Rap-Song. Über einen dreieinhalb Minuten langen Track liefert Edo alles ab, was auch einen Metal-Song ausmacht und klingt dabei stellenweise, als hätte er noch nie etwas anderes getan. Auch wenn die weiteren Singles des Albums wieder mehr nach modernem HipHop klingen, konnte Edo Saiya mit „Hilf mir“ unter Beweis stellen, dass er mit seiner Musik auch außerhalb seines Kosmos Wellen schlagen kann.

Sin Davis

Checkmate-Mitglied Sin Davis ist wie Saiya ebenfalls ein Krieger der neuen Generation, dessen Name oft nur mit Trap-Musik in Verbindung gebracht wird. Und hört man sich zunächst Songs wie „Unter Deck“ an, kommt diese Behauptung nicht von irgendwo. Der melodische und eingängige Synth-Beat, so wie das in Lila getränkte Musikvideo könnten ebenfalls aus den Rängen eines Future-Tracks stammen. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren auch Trap-Musik stark weiterentwickelt und Sub-Genres hervorgebracht, dessen Wurzeln sich nicht nur auf stumpfen und kapitalistischen Designer-Rap zurückführen lassen. So bedient Davis sich bei Tracks wie „Strange Love“ deutlich an Elementen des Emo-Traps, dessen Pioniere maßgeblich von Rock-Bands wie Mineral und Underoath geprägt wurden.

Vor allem in jüngeren Produktionen wird dieser Einfluss immer wieder spürbar. Melancholische Akustik-Gitarren gepaart mit treibenden 808-Bässen lieferten auch die Fundamente von Dutzenden Lil Peep-Songs. Betrachtet man nun einige von Davis‘ Musikvideos, wird schnell klar, dass Peep ihn auch auf modischer Ebene deutlich inspiriert hat. Jedoch hat Sin Davis in seiner Musik auch schon häufig durchsickern lassen, dass er direkten Bezug zu Rock hat – und das nicht nur musikalisch.

Auf „Cobain“ rappt er über genau den Lebensstil, der auch für den Namensgeber des Songs kennzeichnend war. „Live Fast Die Young“, so wie Kurt Cobain. Dabei fasziniert Davis nicht nur die Art der Grunge-Legende zu leben (und zu sterben), sondern auch die wegweisende Musik von Nirvana. NEVERMIND zählt für den aufstrebenden Künstler zu einem der größten Alben überhaupt. Weiterhin hat Sin Davis in Interviews schon häufig darüber gesprochen, dass sein musikalischer Horizont weit über Trap und auch HipHop hinaus geht. Privat hört er laut eigenen Angaben sehr viel Alternative & Indie, wobei er Tame Impala und Connan Mockasin als absolute Inspirationsquellen und Kunstfiguren betitelt.

Das Beispiel, das jedoch am deutlichsten zeigt, dass Rock-Musik einen großen Stellenwert bei Sin Davis hat, ist seine Single „Last Time“.

So findet Deutschrap im Rock statt: Callejon: Hartgeld im Club

Nachdem wir nun etwas näher beleuchtet haben, wie Rock im deutschen HipHop stattfindet, bleibt noch die Frage, wie es auf der anderen Seite aussieht. Üben deutsche Rapper überhaupt irgendeinen Einfluss auf deutsche Rock-Bands aus?

Zugegeben, Callejon haben wirklich nicht viel mit HipHop zu tun. Die deutsche Metalcore-Band ist in ihrem Metier nun schon seit einigen Jahren erfolgreich tätig. Trotzdem haben sie bereits häufiger klar gemacht, dass sie nicht nur in ihrem Genre zu Hause sind. Bereits 2008 veröffentlichten sie mit „Porn from Spain“ einen Song, auf dem Nico von K.I.Z vertreten war. In Interviews erklärten sie, dass Rap und Metal für sie sehr wohl Gemeinsamkeiten teilen. Beispielsweise behauptet E-Gitarrist Bernhard Horn, dass beide Musikrichtungen sich als Untergrundszenen verstehen, denen es darum geht, Regeln zu brechen und anders zu sein. 2019 veröffentlichte die Band mit HARTGELD IM CLUB ein ganzes Album, auf dem sie bekannte Deutschrap-Songs im Metalcore-Stil coverten. Dabei entstanden neue Remix-Versionen zu Songs wie „Palmen aus Plastik“, „Schlechtes Vorbild“, „Was du Liebe nennst“, „Urlaub fürs Gehirn“ und vielen weiteren bekannten Titeln von deutschen Rappern.

Eine weitere Besonderheit dieses Projekts ist das beachtenswerte Album-Cover, welches die Symbiose zwischen den beiden Genres perfekt beschreibt. Es zeigt zwei Männer, die sich küssen. Dabei weist eine der beiden Personen markante Merkmale eines Metal-Heads wie lange Haare, Bart, schlecht geschminktes Gesicht und eine Lederjacke mit Nieten auf. Daneben ist die andere Person, die einen klassischen HipHop-Fanatiker mit allen nötigen Accessoires wie Dreads, Baseball-Shirt, Face-Tats und Diamant-Ohrring darstellen soll. Geht das noch eindeutiger?

Das anzügliche Cover gibt es übrigens auch im dreminütigen Videoformat für den Remix von „Urlaub fürs Gehirn“. YouTube hielt das Video, in dem sich zwei Männer küssen, jedoch zu anstößig und ließ es daher mit einer Altersbeschränkung versehen.

Fazit

Rock-Musik ist eines der vielfältigsten und meist verbreiteten Genres überhaupt. Da ist es wenig überraschend, dass die weiten Flügelschläge etlicher Gitarren- und Mikrofongötter auch mal den deutschen HipHop erreichen würden. Überraschend und erstaunlich ist allerdings, was aus diesen anfangs schwachen Berührungspunkten entstanden ist. Nicht nur Rapper aus der älteren Generation, die ihre minder erfolgreichen Karrieren noch mal auf eine andere Spur lenken möchten, haben sich dem Mash-Up aus den zwei so gegensätzlichen Genres hingeben lassen. Vor allem die neue Generation hat sowohl in den Staaten als auch in Deutschland viele junge Künstler*innen hervorgebracht, die von Rock beeinflusste HipHop-Musik veröffentlichen.

Auf dieser Liste war lange nicht genug Platz, um auch nur ansatzweise alle von ihnen zu nennen. Newcomer wie Lostboi Lino, Grafi, Mimi Barks und Yung Isvvc & James Jetski liefern am laufenden Band neue Lieder, die von Trap-Metal über Alternative-Rap bis hin zu Emo-Rap etliche Facetten des Crossovers abdecken und immer wieder neu erfinden. Dabei spielt nicht immer nur die rebellische Musik eine tragende Rolle, sondern auch die Lebensweise, die Rock’n’Roll widerspiegelt. Tagelanges und exzessives Feiern, sowie toxische Hochphasen, gefolgt von zertrümmernden Tiefs, aus deren Asche häufig die besten Songs entstehen. All das sind Merkmale, die auch viele der größten Rock’n’Roll-Legenden ausgemacht haben, auch wenn es schwer fällt darüber hinaus einen direkten Vergleich zu ziehen.

Wie auch schon Bernhard Horn behauptete: Rock und HipHop sind aus ähnlichen Werten heraus entstanden. Es ging darum Regeln zu brechen und neue Dinge auszuprobieren. Betrachtet man nun alle genannten Beispiele, wird vielleicht deutlich, dass alle genannten Künstler*innen das auf verschiedene Arten und Weisen tun.

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